SPIELBERICHT
DHC-Damen sind neuer Deutscher Hallenmeister 2019 
Die Damen des Düsseldorfer HC haben den zweiten Deutschen Hallentitel nach 2015 gewonnen und besiegten den damit entthronten Titelverteidiger Club an der Alster nach Shoot-Out mit 7:6. Dabei sahen die Hamburgerinnen im torreichen Finale des real FINAL FOUR 2019 in der Mülheimer innogy-Sporthalle zu Beginn wie der sichere Sieger aus und führten schnell mit 3:0. Düsseldorf kämpfte sich aber trotz einer miserablen Eckenquote zurück in die Partie. Am Ende musste das Shoot-Out entscheiden: Anders als am Vortag, als sich Alster im Vollstrecken wie im Abwehren stark zeigte, hatte diesmal der Düsseldorfer HC das glücklichere Händchen.

Es waren noch nicht einmal sechs Minuten im Finale des real FINAL FOUR 2019 um die Deutsche Hallenhockeymeisterschaft gespielt, da drohte West-Meister Düsseldorfer HC im Duell mit Titelverteidiger Club an der Alster ein wahres Debakel: Anne Schröder, Viktoria Huse und Hanna Valentin hatten den Titelverteidiger schnell mit 3:0 in Führung gebracht (2./3./6.) und die Hamburgerinnen zeigten anfangs kaum Probleme bei der Spielkontrolle. Zudem vergab Düsseldorf seine ersten beiden Strafecken.
Doch der DHC zeigte die richtige Reaktion, innerhalb von nicht einmal sechzig Sekunden verkürzten Greta Gerke und Elisa Gräve per Doppelschlag auf 2:3 (12./13.). Die Partie nahm nun wieder auf beiden Seiten Fahrt auf: Alster wahrte im zweiten Anlauf seine bis dahin perfekte Eckenquote, als Emily Kerner auf 4:2 erhöhte (18.). Doch eine verletzungsbedingte Behandlung von Alsters Jugendspielerin Carlotta Sippel (sie konnte später wieder zurückkehren) brachte die Hamburgerinnen in der Folge aus der Spur: Nach sehenswerter Einzelleistung von Gräve staubte Selin Oruz zum 3:4 ab (23.).
Nun zeigten sich die Rheinstädterinnen entschlossener, konnten diesen Eindruck aber nicht durch weitere Treffer bestätigen. In den letzten Minuten vor der Pause standen einmal mehr die Torhüterinnen im Fokus: Helen Heitmann parierte auch Düsseldorfs dritte Ecke, auf der anderen Seite verhinderte Nathalie Kubalski Alsters fünften Treffer. So blieb es zur Pause bei der Hamburger Ein-Tore-Führung.

Zum Auftakt der zweiten Halbzeit das spiegelverkehrte Bild: Diesmal präsentierte sich der Düsseldorfer HC wacher. Erst schaltete Gräve alles wieder auf Anfang und egalisierte die Hamburger Führung (32.), dann verschossen die Düsseldorferinnen zwar auch ihre vierte Strafecke. Kurz darauf brachte aber Alisa Vivot das Westteam aus spitzem Winkel erstmals in Führung (38.).
Doch die Hamburgerinnen profitierten kurz darauf von Düsseldorfs erster Zeitstrafe gegen Lisa Nolte: Diesmal glich Kira Horn in der 42. Spielminute für die Hanseatinnen aus und leitete damit eine spannende Schlussphase ein. In dieser vergab der DHC auch seine Ecken Nummer fünf und sechs, fünf Minuten vor dem Ende und in der Schlussminute verhinderte Heitmann noch einmal in höchster Not gegen Greta Gerke Düsseldorfs vorentscheidende Führung.
So blieb es nach 60 regulären Minuten beim 5:5-Unentschieden, sodass beide Mannschaften ins Shoot-Out mussten. Hier zeigten sich der Club an der Alster nicht mehr so souverän wie am Vortag gegen den TSV Mannheim, als die Hamburgerinnen die ersten beiden Versuche verwandelten und Helen Heitmann zweimal parierte. Stattdessen traf nur Anne Schröder für Alster und Nathalie Kubalski entthronte den Titelverteidiger mit einer spektakulären Schlägerabwehr im dritten Versuch.

DHC-Coach Nico Sussenburger zum missglückten Spielauftakt: „Der Start war katastrophal. Es war daher wichtig, zur Pause nur mit einem Tor hinten zu liegen.“
DHC-Kapitänin Selin Oruz: „Mir fehlen die Worte, was für eine mentale Leistung! Ich bin einfach nur stolz! Wir haben uns gesagt: Egal wie es steht, wir holen das Ding nach Hause!“
DHC-Torhüterin Nathalie Kubalski mit Blick auf die vierte Finalteilnahme im fünften Jahr: „Es war klar, dass wir dran sind! So viel Pech, wie wir zuletzt haten, kann man einfach nicht haben. Daher hatten wir keine Angst.“

Alster-Spielerin Anne Schröder: „Eigentlich hätten hier zwei oben stehen müssen. Wir haben am Ende mehr Chancen, darunter auch hochprozentige. Im Endeffekt können wir uns aber nichts vorwerfen, wir haben alles gegeben. Auf dem Feld hätten wir nach einer 3:0-Führung gewonnen, in der Halle ist das jedoch nichts. Aber Düsseldorf hat sich das Glück erkämpft.“

Tore:
1:0 Anne Schröder (2.)
2:0 Viktoria Huse (KE, 3.)
3:0 Hanna Valentin (6.)
3:1 Greta Gerke (12.)
3:2 Elisa Gräve (13.)
4:2 Emily Kerner (KE, 18.)
4:3 Selin Oruz (23.)
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4:4 Elisa Gräve (32.)
4:5 Alisa Vivot (38.)
5:5 Kira Horn (42.)

Shoot-Out:
6:5 Anne Schröder verwandelt gegen
Nathalie Kubalski
6:6 Elisa Gräve trifft gegen Helen Heitmann
Hanna Valentin verschießt
6:7 Pia Lhotak trifft
Nathalie Kubalski hält gegen Viktoria Huse

Strafecken:
Alster 2 (2 Tore) / DHC 6 (kein Tor)

Grüne Karten:
--- / Lisa Nolte, DHC (41., unsportliches Verhalten), Elisa Gräve, DHC (48., unsportliches Verhalten), Selin Oruz, DHC (58., unsportliches Verhalten)

Zuschauer: 2.500

Schiedsrichter:
M. Meister / P. Papiest
Club an der Alster - Düsseldorfer HC 0:0 (0:0)
Tore:

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hockeyliga herren
Feldsaison 2018/2019
1.
Mülheim
95:40
53
2.
RW Köln
82:48
48
3.
Mannheim HC
70:31
41
4.
UHC Hamburg
61:43
41
5.
Harvestehude
60:64
37
6.
Berliner HC
59:56
31
7.
Polo Club
49:55
30
8.
Krefeld
45:51
25
9.
Alster
49:62
23
10.
Nürnberg HTC
53:68
23
11.
Düsseld. HC
30:67
15
12.
BW Berlin
34:102
6
hockeyliga damen
Feldsaison 2018/2019
1.
UHC Hamburg
73:29
57
2.
Mannheim HC
70:19
54
3.
Düsseld. HC
54:29
49
4.
Alster
94:17
48
5.
RW Köln
30:28
30
6.
Mülheim
38:46
28
7.
Berliner HC
32:34
25
8.
Harvestehude
40:52
24
9.
Münchner SC
30:54
23
10.
Zehl. Wespen
22:83
18
11.
TSV Mannheim
25:71
12
12.
Bremer HC
17:63
5