SPIELBERICHT
Körper schießt HTHC ins Halbfinale 
Der Schlusspunkt war dem Mann der Partie überlassen. Wenige Sekunden vor Ende des Viertelfinals der Hallenhockey-Bundesliga am Samstag vor rund 500 Zuschauern zwischen dem Harvestehuder THC und den Zehlendorfer Wespen hatte Michael Körper keine Mühe, den Ball zum 12:6 (3:3) ins leere Tor der Gäste zu lupfen. Es war der insgesamt achte Treffer des Stürmers in einem verrückten Duell gewesen. „Ich weiß nicht, ob ich in einem Bundesligaspiel schon einmal so viele Tore erzielt habe. Heute hat es eben geklappt, aber ich war es nicht allein, es war eine Mannschaftsleistung”, betonte Körper nach Spielschluss.

Zuvor hatten die Zuschauer ein Spiel gesehen, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. So hatte der HTHC zwar von Beginn an dominiert, lag aber dennoch nach 26 Minuten mit 1:3 zurück. Es war der Moment, in dem HTHC-Coach Christoph Bechmann die dann Spiel entscheidende Maßnahme ergriff: Er nahm Torhüter Tobias Walter vom Feld und brachte dafür Xaver Hasun als sechsten Feldspieler. In Überzahl konnte der Gastgeber zwei Kurze Ecken herausholen. Beide verwandelte Körper, der auch schon für das zwischenzeitliche 1:0 gesorgt hatte, sicher zum 3:3-Pausenstand.

Eine Gelbe Karte für Kilian Pöhling (33., Foul) brachte den HTHC dann aber nicht nur personell ins Hintertreffen – die Hausherren kassierten binnen einer Minute auch noch die Treffer zum 3:5. Doch es war erneut Körper, der sein Team nicht nur zurück ins Spiel brachte, sondern es mit drei weiteren Eckentoren auch noch 6:5 in Führung schoss.

„Aus dem Feld hat er heute ja nicht viel getroffen, dafür haben die Ecken gepasst”, stellte Bechmann später lapidar fest. Körpers Serie endete indes, als Hasun dann mit einem schönen Schuss das 7:5 erzielte. Körper wiederum scheiterte anschließend mit einem Siebenmeter.

Trotz der Führung spielte der HTHC zu diesem Zeitpunkt immer noch mit Hasun als sechstem Feldspieler. Warum er nach dem 7:5 nicht Walter wieder ins Tor beorderte, beantwortete Bechmann mit den Worten: „Weil es geklappt hat.” Körper seinerseits lobte die Entscheidung des Trainers, schon nach dem 1:3 auf einen sechsten Feldspieler zu setzen. „Das war clever. Den Wespen ist da nichts zu eingefallen.” Bechmann wiederum räumte ein: „Ich hatte mich vorher schon auf diese Situation vorbereitet.”

Die Gäste wiederum nahmen nach dem 5:7 ebenfalls ihren Torhüter vom Feld. Ein erfolgloses Unterfangen, wie sich kurz darauf herausstellte. Zweimal stand Daniel von Drachenfels nach einem langen Pass frei im Kreis der Gäste und erzielte die Treffer zum 8:5 und 9:5. Zwar gelang den Wespen kurz darauf das 6:9, doch danach machte der HTHC dann alles klar.
Harvestehuder THC - Zehlendorfer Wespen 12:6 (3:3)
Tore:
1:0 Michael Körper (7., KE)
 
 
1:1 Daniel Koschyk (18.)
 
1:2 Daniel Koschyk (23.)
 
1:3 Kilian Briese (26.)
2:3 Michael Körper (28., KE)
 
3:3 Michael Körper (30., KE)
 
 
3:4 Kilian Briese (33.)
 
3:5 Niels Sund (33.)
4:5 Michael Körper (35., KE)
 
5:5 Michael Körper (38., KE)
 
6:5 Michael Körper (39., KE)
 
7:5 Xaver Hasun (43.)
 
8:5 Daniel von Drachenfels (47.)
 
9:5 Daniel von Drachenfels (48.)
 
 
9:6 Steffen von Karstedt (51.)
10:6 Michael Körper (53., 7m)
 
11:6 Leon Willemsen (59.)
 
12:6 Michael Körper (60.)
 
Ecken:
7 (6 Tore) / 1 (0 Tore)
Zuschauer:
500
Grüne Karten:
Felix Fischer, Wespen (53., Meckern)
Gelbe Karten:
Kilian Pöhling, HTHC (33., Foul)
Leon Arnold, Wespen (53., Foul)
Schiedsrichter:
F. Blasch / A. Knechten

» DATENSCHUTZ » IMPRESSUM
© Content: Deutsche Hockey Agentur - © Sitemanagement: NW.Tech
hockeyliga herren
Feldsaison 2019/2020
1.
Mülheim
55:20
23
2.
RW Köln
37:26
23
3.
Mannheim HC
31:21
21
4.
Krefeld
26:21
19
5.
Berliner HC
37:27
18
6.
UHC Hamburg
33:26
18
7.
Polo Club
29:25
17
8.
Alster
25:31
15
9.
Harvestehude
35:42
13
10.
Nürnberg HTC
23:43
6
11.
TSV Mannheim
32:54
6
12.
Großflottbek
14:41
5
hockeyliga damen
Feldsaison 2019/2020
1.
Mannheim HC
26:7
30
2.
UHC Hamburg
38:16
25
3.
Düsseld. HC
31:12
25
4.
Alster
29:15
25
5.
RW Köln
26:12
24
6.
Harvestehude
21:23
13
7.
Rüsselsheim
23:27
11
8.
Berliner HC
11:18
11
9.
Mülheim
15:26
11
10.
Münchner SC
9:24
8
11.
Zehl. Wespen
11:45
3
12.
Großflottbek
7:22
2