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Uhlenhorst Mülheim - Berliner HC 3:1 (0:1)
11.07.2009

Mülheim wahrt die Chance auf den dritten EHL-Startplatz

Der HTC Uhlenhorst Mülheim steht als erster Teilnehmer am Relegationsspiel um den dritten deutschen Startplatz in der Euro Hockey League fest. Die Westdeutschen setzten sich dank einer starken Leistung mit 3:1 (0:1) gegen den Berliner HC durch und trifft nun am Sonntag um 12.30 Uhr auf den Sieger der Partie des Gastgebers Mannheimer HC gegen den Vorjahresmeister Club an der Alster. Berlins Trainer Friedel Stupp war nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Das war heut keine Leistung, die uns dazu berechtigt hätte, morgen um einen EHL-Platz zu spielen. Das frühe Tor hat unserem Spiel nicht gut getan, Mülheim war einfach griffiger, hat mehr investiert und deshalb auch verdient gewonnen.“


Vor etwa 1.000 Zuschauern, die den Weg auf die sehenswerte Anlage des Mannheimer HC gefunden hatten, begannen die Teams verhalten. Der BHC tat zunächst mehr für die Offensive, doch die erste dicke Chance hatte Uhlenhorst, als gleich drei Angreifer an einer Flanke vorbei rutschten (5.). Im Gegenzug machte es auf der anderen Seite Robert Marx besser: Aus sieben Metern schob er den Ball flach zur 1:0-Führung für die Hauptstädter ein. Der Treffer beflügelte jedoch eher die Mülheimer, die jedoch im gegnerischen Schusskreis noch zu ungenau agierten. Die Chance zum Ausgleich vereitelte in der 14. Minute Berlins Weltmeister-Keeper Uli Bubolz, der einen Eckenschlenzer von Spezialist Thilo Stralkowski parierte. Vor allem Nationalspieler Jan-Philipp Rabente trieb die nun bissigeren Westdeutschen mit guten Pässen nach vorn, doch die gegnerische Defensive stand bis dahin sicher. So blieb es trotz einiger, wenn auch weniger guter Chancen bis zur Pause beim nun etwas schmeichelhaften 1:0 für Berlin.

Nach dem Seitenwechsel legte sich der BHC wieder etwas mehr ins Zeug – die Halbzeit-Ansprache des augenscheinlich unzufriedenen Trainers Friedel Stupp schien gewirkt zu haben. Doch nach nur fünf gespielten Minuten besorgte Mülheims Felix Meyer den verdienten Ausgleich. Jetzt war Leben im Spiel. Beide Teams zeigten sehenswerte Aktionen und drückten auf die Führung. Die gelang diesmal den Uhlenhorstern: Benjamin Becker bekam die Kugel durchgesteckt und traf mit einem Schlenzer aus der Drehung aus fünf Metern. Berlin kam jetzt lediglich zu einigen, wenn auch nicht ungefährlichen Entlastungsangriffen, doch wieder belohnte sich Mülheim für sein druckvolles Spiel. Tim Leusmann verwandelte einen Siebenmeter zum vor entscheidenden 3:1 (60.). Als wenig später Berlins Martin Zwicker für ein Offensiv-Foul an Benedikt Fürk die Gelbe Karte sah (66.), war die Partie entschieden, auch wenn Scheller kurz vor Schluss noch einmal Tobias Franzke im Mülheimer Tor zu einer starken Parade zwang.

„Ich bin begeistert, wie sich meine Mannschaft nach dem Rückstand ins Spiel zurück gekämpft hat“, freute sich Mülheims Trainer André Henning. „Die Partie morgen wird für die meisten meiner Jungs das bislang größte Ereignis ihrer sportlichen Laufbahn. Die werden sich voll reinhängen und alles in die Wagschale werfen.“

Tore:
0:1 Robert Marx (6.)
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1:1 Felix Meyer (40.)
2:1 Benjamin Becker (51.)
3:1 Tim Leusmann (7m, 60.)

Gelbe Karte:
Martin Zwicker (BHC, 66. wegen Foulspiels)

Strafecken:
UM 1 (kein Tor) / BHC -

Schiedsrichter:
Alexander Tröllsch / Andreas Zysk
67. Herren Feld-Endrunde 2009
11. & 12. Juli in Mannheim