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Finale Herren: Rot-Weiss Köln - Uhlenhorst Mülheim 3:2 (2:1)
02.06.2013

Die Herren von Rot-Weiss Köln sind Deutscher Feldhockey-Meister der Saison 2012/2013. Im Endspiel beim Final Four im Sportpark Rothenbaum in Hamburg setzten sich die Domstädter in einem ebenso hochklassigen wie spannenden Endspiel mit 3:2 (2:1) gegen den westdeutschen Rivalen Uhlenhorst Mülheim durch.

Der scheidende Meistertrainer Stefan Kermas: „Wir haben alle gehofft, dass es so kommt. Heute hatten wir den längeren Atem und auch ein bisschen mehr Glück, haben aber am Ende wohl auch verdient gewonnen. Auch ich habe ein paar Freudentränen vergossen haben. Das darf man als Trainer auch mal zugeben.“ Ein Lob hatte der Coach für Max Weinhold und Tibor Weißenborn übrig: „Die beiden Jungs haben sich für diesen Titel noch mal voll reingehängt. Es freut mich, dass sie ihre jeweils letztes Hockeyspiel erfolgreich gestalten konnten.“ Weißenborn selbst sagte im Interview nur: „Das ist nicht in Worte zu fassen, sich auf diese Weise vom aktiven Hockeysport verabschieden zu können.“

Es entwickelte sich von Beginn an eine schnelle, aber auch hitzige Partie, in der Köln in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel und auch die besseren Torchancen hatte. Und so war es Kölns Daniel Montag, der mit einem Stechertor nach Flanke von außen für die frühe rot-weisse Führung sorgte. Mülheim tat sich bis dahin etwas schwer, gefährliche Situationen zu erzwingen, hatte aber wenig später zwei Mal per Strafecke die Chance auf den Ausgleich, die jedoch knapp vergeben wurde. Aufregung dann in Minute 23, als die Schiedsrichter auf Tor entschieden. Ein langer Pass in den Kreis landete im Mülheimer Tor. Offenbar war Marco Miltkau mit seinem Schläger gerade noch dran gewesen, was der RWK-Torjäger auch bestätigte. So zählte der Treffer und Köln zog auf zwei Tore davon. Mit Wut im Bauch erzwang der HTC Uhlenhorst im direkten Gegenzug eine weitere Strafecke. Und die gespielte Variante hatte bereits gestern Erfolg, als sie das Golden Goal gegen Mannheim brachte. Thilo Stralkowski passte hart auf Ole Keusgen, der den Ball per Stecher über die Linie brachte (28.). Jetzt war Mülheim drin, konnte aber bis zur Pause keinen weiteren Treffer markieren. Stattdessen jubelte Köln über einen dritten Treffer (32.), jedoch nur kurz, denn die Schiedsrichter hatten zuvor eine Regelwidrigkeit gesehen.

Die zweite Hälfte begann etwas verhaltener, bis Mülheim den Ausgleich schaffte. Unglücklich für Kölns Torhüter Max Weinhold in seinem letzten Spiel: Tobias Matania bekam eigentlich keinen Druck auf den Ball, doch der kullerte trotzdem irgendwie rechts über die Linie (40.). Mülheim hatte nun eine starke Phase und übte viel Druck aus, musste aber aufpassen, von den wachen Kölnern, die defensiv gut standen, nicht ausgekontert zu werden. Die Zuschauer sahen jetzt ein hochklassiges Spiel, in dem aber Mülheim gegen etwas zu passive Kölner mehr und mehr die Oberhand gewann. Doch wie es so oft ist: Mülheim nutzte seine Möglichkeiten nicht, und plötzlich lag Köln wieder vorn. Mit der ersten nennenswerten Chance der Domstädter traf Arnaud Becuwe nach toller Vorarbeit von Leon Willemsen (59.). Uhlenhorst warf nun noch einmal alles nach vorn und hatte in der 66. Minute den Ausgleich vor Augen, doch Max Weinhold im Kölner Tor parierte einen Stecher von Ole Keusgen glänzend. Im direkt anschließenden Konter hätte Miltkau den Sack für Rot-Weiss zumachen können, doch sein Schuss verfehlt das leere Tor knapp. In der Schlussphase nahm Mülheim Keeper Reuß für einen zusätzlichen Feldspieler raus, was noch mal zu zwei Strafecken bei abgelaufener Zeit führte, doch beide brachten nichts Zählbares ein, und die Kölner Herren bejubelten den sechsten Feldhockey-Titel der Vereinsgeschichte.

Tore:
1:0 Daniel Montag (7.)
2:0 Marco Miltkau (23.)
2:1 Ole Keusgen (KE, 28.)
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2:2 Tobias Matania (40.)
3:2 Arnaud Becuwe (59.)

Strafecken:
RWK 0 / UM 7 (ein Tor)

Grüne Karten:
Andrin Rickli (29.), Stefan Menke (57.) / Thilo Stralkowski (19.), Jannik Otto (37.)

Zuschauer: 1500

Schiedsrichter:
Mike Gerwig / Moritz Meißner