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Finale Damen: Berliner HC - UHC Hamburg 3:2 GG (2:2, 1:1)
02.06.2013

Dank eines Golden Goals von Jana Gonnermann haben die Damen des Berliner HC in Hamburg ihren neunten deutschen Feldhockey-Titel perfekt gemacht. Am Sonntag gelang der Mittelfeldspielerin vor über 1500 Zuschauern auf der Anlage im Sportpark Rothenbaum 26 Sekunden vor Ende der Verlängerung der 3:2-Siegtreffer gegen den UHC Hamburg. „Ich finde diese Regelung grausam“, gab BHC-Trainer Floris Völkner zu, „aber es ist natürlich Freude pur, dass wir gewonnen haben.“

Angesichts des Spielverlaufs in der Verlängerung war es denn auch ein verdienter Erfolg für die Hauptstädterin, die schon in der ersten Minute auf Meisterschaftskurs schienen. Doch UHC-Torhüterin Jessica Kloevekorn konnte mit ihrem Schläger den Schuss von Mieketine Hayn gerade noch um den Pfosten lenken. Kurz danach konnte der BHC seine insgesamt dritte Strafecke nicht zur vorzeitigen Entscheidung nutzen. In der Schlussphase drückten die Berlinerinnen dann auf das entscheidende Tor und wurden kurz vor Ende belohnt, als Jana Gonnermann den in den Schusskreis geschlagenen Ball ablenkte und dieser sich in einer Bogenlampe ins Tor senkte. „Es ist bitter, so zu verlieren. Aber noch bitterer war, den Ball so reinzubekommen“, sagte UHC-Nationalspielerin Janne Müller-Wieland.

Auch den ersten Treffer des Finales hatten der BHC erzielt. Lena Andersch schloss in der sechsten Minute einen Angriff erfolgreich ab und sorgte damit auch für ein fortan offenes und temporeiches Spiel. Der UHC spielte nun zielstrebiger nach vorn und dominierte in dieser Phase auch das Geschehen. So war der Ausgleich durch Marie Mävers (17.), die nach einem Solo von der Schusskreisgrenze abzog, auch mehr als verdient.

Nach der Pause kam zunächst der BHC besser in die Partie, dann übernahm wiederum der UHC das Kommando und erzielte in der 44. Minute das 2:1, nachdem Sophie Mayern einen Pass von Nina Notman, die zuvor gleich drei Gegenspielerinnen hatte stehen lassen, verwertet hatte. Das wohl schönste Tor der gesamten Endrunde indes sollte sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit fallen. Natascha Keller spielte auf der rechten Seite im UHC-Schusskreis drei Abwehrspielerinnen aus und drosch die Kugel dann links oben in den Winkel. „Das war einer ihrer Geniestreiche", stelle selbst UHC-Trainer Kais al Saadi anerkennend fest, der trotz der Final-Niederlage und seinem letzten Spiel als UHC-Damen-Coach recht gefasst wirkte. „Wir hatten unsere Chancen zu gewinnen und waren auf Augenhöhe.“

Tore:
1:0 Lena Andersch (6.)
1:1 Marie Mävers (17.)
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1:2 Sophie Mayen (44.)
2:2 Natascha Keller (65.)
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3:2 Jana Gonnermann (85., Golden Goal)

Strafecken:
BHC 3 (kein Tor) / UHC 1 (kein Tor)

Grüne Karte:
--- / Roda Müller-Wieland (84.)

Zuschauer: 1500

Schiedsrichter:
Gaby Schmitz / Johannes Berneth