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1. Herren-Halbfinale: UHC Hamburg - Uhlenhorst Mülheim 11:4 (4:1)
21.01.2012

UHC erneut im Hallen-Finale

Im ersten Halbfinale bei den Männern kam es zu einem Klassiker zwischen dem UHC Hamburg und dem HTC Uhlenhorst Mülheim. Nachdem die Hamburger im Finale des letzten Jahres dem Club an der Alster in letzter Minute unterlegen waren, starten sie bei dieser Endrunde einen neuen Versuch, endlich den Hallentitel zu holen. Dabei musste der UHC allerdings auf seinen Superstar Moritz Fürste verzichten. Das Team aus Mülheim galt bei Vielen als der heißeste Titelfavorit. Am Ende hieß der deutliche Sieger in diesem Duell mit 11:4 (4:1) jedoch UHC.


Am Beginn war deutlich zu sehen, dass beide Mannschaften großen Respekt voreinander hatten, sodass beide auf eine kompakte Defensive achteten. Sobald die Hamburger Druck machten, hatte Mülheim Probleme, einen geordneten Spielaufbau hinzukriegen. Folgerichtig schoss Ricardo Nevado das 1:0. Daraufhin erhöhte Mülheim den Druck, der UHC jedoch fand immer wieder Lücken, sodass sie zu Chancen kamen und Jonas Fürste in der 15. Minute auf 2:0 erhöhen konnte. Danach zogen sich die Hamburger immer weiter zurück, blieben aber durch schnelle Gegenstöße durchgehend gefährlich. So entstand auch das 3:0 durch Nevado, der den Ball nach einem Pass von Miltkau nur noch einschieben musste. In der 28. Minute verwandelte erneut Nevado die erste Ecke, sodass der UHC auf 4:0 davonzog. Doch Mülheim war noch nicht geschlagen: Im direkten Gegenzug rettet UHC-Abwehrchef Breitenstein noch gegen Jannik Otto auf der Linie. Christopher Rühr machte seine Sache eine Minute später nach einer Einzelaktion besser und traf zum 4:1, das zugleich das Halbzeit-Ergebnis war. Zu dem Zeitpunkt ging das Ergebnis insgesamt in Ordnung, da der UHC cleverer spielte und den Mülheimern wenig einfiel.

In der zweiten Halbzeit machten die Mülheimer von Anfang an Druck, und ihre Körpersprache deutete auch an, dass sie noch an ihre Chance glaubten. In der 35. Minute konnten sie es durch Jan-Philipp Rabente auch in Zählbares ummünzen. Kurz darauf traf Stralkowski mit der Rückhand zum 3:4-Anschluss. Die Hamburger schienen nun verunsichert. Aber Marco Miltkau konnte durch einen traumhaften Stecher den Vorsprung wieder ausbauen. Breitenstein hatte sogar die Chance, die Führung noch weiter auszubauen, scheiterte aber vom Siebenmeterpunkt gegen den glänzend reagierenden Felix Reuß im Mülheimer Tor. In der 45. Minute kam es zu einer strittigen Szene: Die Mülheimer forderten Ecke und auch die UHCer stoppten kurzzeitig das Spiel, so dass Keeper Reuß im eigenen Kreis den Ball locker am Fuß hielt. Miltkau schaltete am schnellsten, klaute ihm den Ball und hatte nun keinerlei Probleme, diesen auch im Tor unterzubringen.

Rabente konnte den Abstand nochmal verkürzen, jedoch fand Mülheim weiterhin keine Lösung gegen die kompakte Defensive des UHC und konnte zudem die brandgefährlichen Konter der UHCer nicht unterbinden. In der 48. Minute besorgte Jonas Fürste durch einen Doppelpack die Vorentscheidung. Das Spiel wurde immer hektischer und war durch kleine Unterbrechungen geprägt in der Phase. Obwohl die Mülheimer stark Druck auf den UHC ausübten, kam der UHC zu besseren Chancen und erhöhte seine Führung erneut durch Fürste. In den letzten Minuten erlaubte sich der UHC sogar, den stark haltenden Torwart Nicolas Jacobi auszuwechseln und den Ersatzmann einzuwechseln. Dieser hielt auch prompt eine Ecke von Europameister Thilo Stralkowski. Im direkten Gegenzug erzielte Miltkau den Endstand zum 11:4 nach einer Eins-gegen-Eins Situation gegen den Torwart.

Die Hamburger feierten damit den zweiten Finaleinzug in Folge und dies auch vollkommen zu Recht, da den Mülheimern nichts Effektives gegen die clever spielenden Hamburger eingefallen war. Die Hamburger blieben das ganze Spiel über gefährlich, egal welche Spieler auf dem Platz waren.

Tore:
1:0 Oliver Korn (6.)
2:0 Jonas Fürste (15.)
3:0 Ricardo Nevado (21.)
4:0 Ricardo Nevado (28., KE)
4:1 Christopher Rühr (29.)
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4:2 Jan Philipp Rabente (35.)
4:3 Thilo Stralkowski (39.)
5:3 Marco Miltkau (40.)
6:3 Marco Miltkau (45.)
6:4 Tobias Matania (46., KE)
7:4 Jonas Fürste (48.)
8:4 Jonas Fürste (48.)
9:4 Jonas Swiatek (50., KE)
10:4 Jonas Fürste (55.)
11:4 Marco Miltkau (59.)

Zuschauer:
1800

Schiedsrichter:
Alexander Tröllsch / Moritz Meißner
51. Hallen-Endrunde Damen & Herren
21. & 22. Januar 2012 in Berlin