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Finale Herren: UHC Hamburg - Rot-Weiss Köln 3:5 (2:3)
22.01.2012

Weinhold führt Köln zum 9. Hallentitel

Die Herren von Rot-Weiss Köln haben den doppelten Meisterschafts-Triumph des Traditionsclubs beim Final Four in Berlin perfekt gemacht. In einem packenden Finale im Horst-Korber-Sportzentrum setzten sich die Domstädter vor gut 2.500 Zuschauern gegen den UHC Hamburg mit 5:3 (3:2) durch und holten sich verdient den DM-Titel, nachdem sie bereits am Samstag im Halbfinale gegen den Mannheimer HC eine herausragende Defensivleistung abgerufen hatten.

Die Partie begann rasant und als erstes Team durfte nach fünf Minuten der UHC jubeln, als sich Marco Miltkau nach einem Freischlag am Kreis klasse durchsetzte und aus fünf Metern einschoss. Doch Rot-Weiss zeigte sich kaum beeindruckt und schlug schon kurz darauf per Doppelschlag zurück: Zunächst überraschte Nationalspieler Christoph Menke Hamburgs Keeper Nico Jacobi mit einem Rückhandschuss ins lange Eck, dann vollendete Eike Bumb einen Kölner Konter im Nachschuss zum 2:1. Der UHC war in der Folge das druckvollere Team und erspielte sich unter anderem vier Strafecken, die aber allesamt vom starken Max Weinhold im Rot-Weiss-Gehäuse pariert wurden.
Da auch Ricardo Nevado zwei Mal (23. und 25.) im reaktionsstarken Weinhold seinen Meister fand, blieb es bis kurz vor der Pause bei der knappen Führung für die Domstädter. Und dann bewies der Hallen-Champion von 2009 wieder einmal seine Cleverness, als Timo Wess mit einem schnell ausgeführten Freischlag Daniel Montag in Position brachte, der die Kugel flach an Jacobi vorbei zum 3:1 ins Tor einschob. Aber der UHC hatte noch vor der Pause eine Antwort parat: Jan Simon setzte sich rechts am Kreisrand durch und ließ Weinhold mit einem krachenden Schlenzball in den Winkel keine Abwehrchance.

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Teams zunächst einige Minuten, ehe wieder Rot-Weiss mit dem nächsten Treffer an der Reihe war. Dieser resultierte allerdings aus einem schweren Schnitzer in der UHC-Abwehr, die einen eigentlich schon gesicherten Ball im eigenen Kreis wieder hergab und somit Daniel Montag ermöglichte, aus sechs Metern ungehindert einzunetzen. Es folgten wütende Attacken der Hamburger, doch die Kölner Abwehr um Timo Wess und Weinhold hielt den eigenen Kasten in den folgenden zehn Minuten mit hohem Einsatz sauber. Dann erspielte sich der UHC aber eine weitere Ecke, die Dieter Linnekogel halbhoch zum 3:4 einschießen konnte (47.) – der erste Treffer im siebten Versuch! Aber die Kölner blieben cool und hatten wieder die richtige Antwort parat: Timo Wess bediente mit einem langen Ball seinen Bruder Benjamin, der die Kugel uneigennützig auf Daniel Montag ablegte, welcher nur noch ins leere Gehäuse einschieben musste (53.).

In den letzten Minuten versuchte der UHC mit der Herausnahme von Jacobi zugunsten eines sechsten Feldspielers zwar noch einmal alles und kam auch zu einer weiteren Ecke (56.) – doch Ricardo Nevado schoss auch diese über das Gehäuse. Im Anschluss kamen die Hanseaten zwar noch einige Male durch die engmaschige RWK-Defensive, aber Weinhold war auch bei den den beiden letzten Schussversuchen von Nevado und Miltkau auf dem Posten. Somit blieb es beim letztlich verdienten 5:3 für die Domstädter, die im Anschluss an die Partie gemeinsam mit ihren Fans und den Damen den doppelten Meistertitel gebührend feierten.

Tore:
1:0 Marco Miltkau (4.)
1:1 Christoph Menke (11.)
1:2 Eike Bumb (13.)
1:3 Daniel Montag (27.)
2:3 Jan Simon (29.)
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2:4 Daniel Montag (34.)
3:4 Dieter Linnekogel (KE, 47.)
3:5 Daniel Montag (53.)

Strafecken:
UHC 8 (1 Tor) / RWK 1 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Christian Blasch (Mülheim) / Alexander Tröllsch (Leipzig)
51. Hallen-Endrunde Damen & Herren
21. & 22. Januar 2012 in Berlin