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Finale Damen: Club an der Alster - Rot-Weiss Köln 6:8 n.V. (6:6, 3:3)
22.01.2012

Köln nach 47 Jahren wieder Hallenmeister

Im Finale der Deutschen Meisterschaft der Damen 2012 in Berlin standen sich vor rund 1.200 Zuschauern der Club an der Alster und Rot-Weiss Köln gegenüber. In einer packenden und hochklassigen Partie konnte sich am Ende Köln denkbar knapp aber doch verdient mit 8:6 nach Verlängerung durchsetzten. Der Coach, Lonnes Markus, von Rot-Weiss Köln nach dem Spiel überglücklich: „Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sensationell gespielt und am Ende dann auch verdient gewonnen.“

Köln machte von Anfang an Druck und wurde durch ein Blitztor von Franzisca Hauke in der ersten Minute belohnt. Nach diesem Tor spielten die Kölnerinnen aggressiv weiter, so dass Alster Probleme hatte, ins Spiel zu finden. Das gelang Alster erst, als sich die Kölnerinnen weiter zurückzogen und auf einen Fünfer-Würfel umstellten, sie blieben aber weiterhin durch Konter brandgefährlich. Durch Ulrike Patschkowski kam Alster zum verdienten Ausgleich (8.). Nach dem Ausgleich erhöhte Rot-Weiss wieder den Druck und kam dadurch zu zahlreichen Chancen, welche man aber nicht nutzen konnte.

Alster verteidigte clever und nutzte in dieser Phase des Spiels einfach seine Chancen besser - vor allem in Person von Ulrike Patschkowski, die das 2:1 (15.) für Alster erzielte. Ende der der ersten Halbzeit kam Alster kaum noch zu einem geordneten Spielaufbau. Köln kreierte hingegen zahlreiche Chancen. Eine davon konnte Pia Eidmann zum Ausgleich nutzen (23.). Rot-Weiss machte weiterhin mächtig Druck ohne jedoch die Chancen und Ecken in Zählbares umzumünzen. Durch einen sauber gespielten Kontern wurde Alster ein Siebenmeter zugesprochen, den Scholz sehr sicher halbhoch links verwandeln konnte. Doch auch durch diesen Rückstand ließ sich Rot-Weiss nicht beeindrucken und konnte im direkten Gegenzug durch Lena Arnold zum 3:3-Halbzeitstand (27.) ausgleichen.

Die zweite Hälfte begann Köln wieder mit Druck und konnte sich auch zwei Ecken erarbeiten, wobei beide durch die neue Torfrau Tanja Franck entschärft. Alster kam wie schon in der ersten Halbzeit nach fünf Minuten besser ins Spiel. Jens George hatte alles richtig gemacht mit dem Torwartwechsel. Tanja Franck hielt ein paar mal sensationell gegen die Stürmerinnen aus Köln. Gegen einen Flachschuss von der Europameisterin Franzisca Hauke war auch sie chancenlos.

Alster musste zwangsläufig den Druck erhöhen und kam auch zu Chancen, wobei Patschkowski in der 41. Minute die beste vergab. Alster wurde für den Aufwand belohnt: Jessica Reimann verwandelte die zweite Ecke souverän links oben. Währende dieser Phase stand das Spiel auf Messer Schneide. Alster erstmals in der Partie mit Pressing, und sofort hatte Köln Probleme, so dass Alster zu weiteren Chancen kam. Nach einem Traumpass von Patschkowski und dem Rückhandstecher von Parada kullerte der Ball durch die Hosenträger von Nadine Stelter über die Linie. Rot-Weiss brauchte kurze Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen. Aber man schlug zurück und erkämpfte sich zwei Ecken, wobei Grambusch die zweite sicher unten links zum 5:5 vollendete. In der Schlussphase wurde das Spiel hektischer zur Folge gab es jeweils eine grüne Karte. Wie aus dem Nichts ging Alster in der 57. Minute nach einer feinen Einzelaktion von Scholz in Führung.

Als die Fans der Hamburger schon die vermeintlich vierte Deutsche Meisterschaft in den letzten sieben Jahren auf den Rängen zu feiern begannen, glich Köln tatsächlich noch zwei Minuten vor Ende aus durch Rebecca Grote. Dies bedeutete zwei Mal siebeneinhalb Minuten Verlängerung. Beide Teams waren in der Verlängerung auf eine sichere Defensive bedacht, wobei Alster relativ früh in der Verlängerung eine Ecke vergab. Besser machte es Franzisca Hauke für die Kölnerinnen, die in der 66. Minute eine Strafecke sicher verwandelte.

In der zweiten Halbzeit stand Köln sehr tief und ließ kaum noch Chancen für Alster zu. Da brachte es auch nichts, dass Jens George Lea Loitsch also „spielende Torfrau“ brachte. Stattdessen konnten die Kölnerinnen mit Abpfiff noch eine Strafecke zum Endstand verwandeln. Danach gab es kein Halten mehr bei den Kölner Spielerinnen, Betreuern und Fans.

Statistik:
0:1 Franzisca Hauke (1.)
1:1 Ulrike Patschkowski (8.)
2:1 Ulrike Patschkowski (15.)
2:2 Pia Eidmann (23.)
3:2 Katharina Scholz (7m, 26.)
3:3 Lena Arnold (27.)
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3:4 Franzisca Hauke (40.)
4:4 Jessica Reimann (KE, 43.)
5:4 Lisa Parada (48.)
5:5 Pia Grambusch (52.)
6:5 Katharina Scholz (57.)
6:6 Rebecca Grote (58.)
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6:7 Franzisca Hauke (KE, 66.)
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6:8 Pia Grambusch (KE, 75.)

Strafecken:
Alster 3 (1 Tor) / RWK 11 (2 Tore)

Grüne Karten:
Lisa Parada (40.), Ulrike Patschkowski (53.) / Janina Volk (55.)

Schiedsrichter:
Michelle Meister (Köpenicker HU) / Sandra Wagner (Moerser TV)
51. Hallen-Endrunde Damen & Herren
21. & 22. Januar 2012 in Berlin