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Finale Damen: Rüsselsheimer RK – Club an der Alster 2:7 (1:5)
23.01.2009

Das Hallenparkett bleibt für die Damen des Club an der Alster ein gutes Pflaster. Nach 2006 und 2008 wurden die Hanseatinnen ihrer Favoritenrolle gerecht und verteidigten im Endspiel gegen den Rüsselsheimer RK eindrucksvoll den Titel. Wie im letztjährigen Halbfinale behielt Alster auch diesmal deutlich die Oberhand, der RRK haderte aber auch mit vielen Entscheidungen. Vor allem eine starke erste Halbzeit sicherte den Erfolg der Hamburgerinnen. In den letzten zehn Minuten vor dem Pausenpfiff bauten sie ihren Vorsprung auf vier Tore aus und verteidigten die Führung gegen eine tapfer kämpfende Rüsselsheimer Mannschaft bis zum Schluss.

Alster wurde vor dem Spiel von den meisten Experten favorisiert, musste vor 1.300 Zuschauern aber bis zu 12. Minute warten, bevor Maike Achtmann ihr Team mit einem schönen Schlenzer in Führung bringen konnte. Bis dahin stand der RRK defensiv sicher und fing viele Angriffe ab. Aber postwendend fiel der Ausgleich, als Irene Balek in einen Pass von Olympiasiegerin Silke Müller hinein hechtete. Wiederum Balek vergab kurz darauf einen Siebenmeter und damit die mögliche Führung. Von der 22. bis zur 28. Spielminute erzielte Alster vier Treffer und ging mit einer beruhigenden Führung in die Halbzeitpause.

Zwar baute Alster direkt nach der Pause die Führung noch aus, doch die Rüsselsheimerinnen gaben nie auf und setzten den Gegner mächtig unter Druck. Die Partie spielte sich 20 Minuten fast komplett in der Hamburger Hälfte ab. Doch gegen eine geschickt verteidigende und nun tiefer stehende Alster-Mannschaft kam der RRK kaum zu aussichtsreichen Torchancen. Selbst eine Reihe von Strafecken brachte keinen Erfolg. Bereits sieben Minuten vor Schluss nahm RRK-Trainer Benedikt Schmidt-Busse Torhüterin Sonja Thüner zu Gunsten einer sechsten Feldspielerin vom Platz – ohne zählbaren Erfolg. Böhmerts Treffer ins leere Tor 20 Sekunden vor der Schlusssirene brachte die endgültige Entscheidung – Alster ist damit beeindruckende 25 Spiele in Folge in der Halle ungeschlagen.

Rüsselsheims Trainer war „stolz“ auf seine Mannschaft: „Wir haben mit Leidenschaft gespielt und waren immer am Drücker. Leider haben uns diese fünf Minuten kurz vor der Halbzeitpause zurückgeworfen. Alster war insgesamt etwas abgezockter, und über unsere Eckenquote muss man nicht viele Worte verlieren. Aber leider konnte Irene Balek aufgrund ihrer Verletzung keine Ecken schießen, so dass wir zu leicht auszurechnen waren.“ Irene Balek: „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut Druck aufgebaut, aber leider kein Tor mehr geschossen.“ Alster-Trainer Jens George: „Die Titelverteidigung ist für mich höher einzuordnen, als den Titel erstmals zu holen. Heute war wichtig, dass wir in einer Phase die Führung so gut ausbauen konnten und Karin Blank hat sensationell bei den Ecken gehalten. In einer Woche geht die Vorbereitung auf den Europapokal in Madrid los – ein Double-Gewinn in der Halle wäre eine feine Sache.“ Seine Spielerin Anneke Böhmert: „Wir haben glücklicherweise einen großen Kader, so dass jede 100 Prozent geben konnte. Und Meike Achtmann war heute mit ihren Eckentreffern eine Bank.“

Tore:
0:1 Meike Achtmann (KE, 12.)
1:1 Irene Balek (13.)
1:2 Meike Achtmann (KE, 22.)
1:3 Meike Achtmann (KE, 24.)
1:4 Anneke Böhmert (27.)
1:5 Anneke Böhmert (28.)
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1:6 Lydia Morgenstern (33.)
2:6 Irene Balek (7m, 35.)
2:7 Anneke Böhmert (60.)

Ecken:
RRK 12 (kein Tor) / Alster 9 (2 Tore)

Siebenmeter:
RRK 2 (ein Tor) / Alster -

Schiedsrichter:
Petra Müller (Delmenhorst) / Stefan Leiber (Stuttgart)
48. Hallen-Endrunde Damen & Herren
24. & 25. Januar 2009 in Duisburg