NEWS
2. Halbfinale Herren: Berliner HC - Uhlenhorst Mülheim 6:8 (3:4)
06.02.2014

Uhlenhorst Mülheim hat am Sonntag die Chance, sich für die Niederlage im Juni in Hamburg im Feldmeisterschaftsfinale gegen RW Köln zu revanchieren. Der West-Meister besiegte im zweiten Halbfinale der Endrunde in der Sporthalle Hamburg den Staffelsieger der Ost-Liga Berliner HC mit 8:6 (4:3). In einem über weite Strecken engen Spiel zog Uhlenhorst zu Beginn der zweiten Hälfte bis auf drei Tore davon. Die Berliner konnten diesen Rückstand nie wieder weiter als bis auf zwei Tore aufholen. Letztlich ein verdienter Erfolg der Mannschaft von Andre Henning.

UHTC-Coach André Henning: „Wir haben das Beste aus dem gemacht, was uns taktisch vorgegeben ist, haben gut verteidigt und konzentriert gekontert. Knackpunkt war sicherlich die Phase Anfang der zweiten Hälfte, als wir auf drei Tore davonziehen konnten. Jetzt geht’s gegen Köln – die kennen wir gut – aber wir haben es uns angewöhnt, mehr auf uns zu schauen. Es sind in jedem Spiel noch große Entwicklungsschritte möglich. Wir haben es vor der Endrunde noch klarer als sonst formuliert: Wir wollen am Sonntag Deutscher Meister werden!“

BHC-Trainer Sebastian Zippel: „Mülheim hat hintenraus auch verdient gewonnen, war in der ersten Halbzeit stärker. Da hatten wir zunächst Probleme, haben dann aber eigentlich gut reagiert. Anfang der zweiten Hälfte hatten wir dann leider ein paar nicht so wache Momente und laufen dadurch einem Rückstand hinterher. Wir hatten aber genügend Chancen, das Spiel noch zu drehen, haben aber zuviel vergeben.“

Beide Teams spielten ihre Hockey5-Taktiken von Beginn an sehr diszipliniert, so dass Chancen Mangelware blieben. Mülheims schnelles Passspiel bescherte den Westdeutschen ein leichtes Chancenplus, das sich im Führungstreffer durch Ole Keusgen auszahlte (8.). Der BHC tat sich schwer, sich durch die Mülheimer Defensive zu kombinieren, aber eine schöne Einzelaktion von Jonas Diesing brachte trotzdem den Ausgleich.

Eine tolle Kombination zwischen Martin Zwicker und Jonas Gomoll führte zwei Minuten später sogar zur ersten Berliner Führung durch den Junioren-Weltmeister. Doch Mülheim ließ sich von dem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Gehlen sorgte artistisch im Reinfliegen für das 2:2 (18.) und Ole Keusgen konnte per Strafecke die Führung für Mülheim zurückholen (22.). Doch Benedikt Swiatek tankte sich kurz darauf durch den rechten Kreis der Mülheimer und bezwang Felix Reuß zum 3:3.

Die Führung nahm jedoch der West-Meister mit in die Pause, weil Stralkowski eine Ecke gegen zu der Zeit torwartlose Berliner abgeklärt zum 4:3 nutzte. Und Mülheim nahm den Push mit in die zweite Hälfte. Christopher Rühr vollendete ein Solo über den ganzen Platz im Taumeln zum 5:3 (33.) und Thilo Stralkowski erhöhte per Ecke auf 6:3 (34.). Beim BHC hatte man das Gefühl, es kostete die Berliner erheblich mehr Mühe, zu ihren Toren zu kommen. Auf Vorarbeit von Martin Häner gelang erneut Swiatek das 4:6 (35.).

Ein Pass von Fürk setzte Tobias Matania in Szene, der quasi im Gegenzug den alten Drei-Tore-Vorsprung wiederherstellte. Und die Westdeutschen behielten die besseren Chancen, konnten aber Moritz Knobloch erst einmal nicht überwinden. Stattdessen war es wieder Häner, der von Zwicker bedient das 5:7 machte. Doch ein Geniestreich von Fürk, dessen Rückhandpass durch die Berliner Defensive, die inzwischen komplett mit Pilt Arnold als fliegendem Keeper agierte, fand erneut Matania frei vor Tor, der auf 6:5 aus Mülheimer Sicht erhöhte.

Der BHC gab nie auf. Als Knobloch einen Siebenmeter von Stralkowski glänzend parierte, war die Chance da: Wieder war es Olympiasieger Häner, der siebeneinhalb Minuten vor Ende auf 6:8 verkürzte. Dann vergab Diesing die Großchance zum 7:8 (63.), als er frei rechts am Tor aus zwei Metern ans Außennetz schlenzte. Das hätte die Partie vielleicht noch mal richtig spannend gemacht. Doch Mülheim verwaltete die Führung in der Schlussphase clever, brachte den Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit.

Tore:
0:1 Ole Keusgen (7.)
1:1 Jonas Diesing (11.)
2:1 Jonas Gomoll (13.)
2:2 Jan Gehlen (18.)
2:3 Ole Keusgen (KE, 22.)
3:3 Benedikt Swiatek (24.)
3:4 Thilo Stralkowski (KE, 25.)
-------------------
3:5 Christopher Rühr (33.)
3:6 Thilo Stralkowski (KE, 34.)
4:6 Benedikt Swiatek (35.)
4:7 Tobias Matania (36.)
5:7 Martin Häner (50.)
5:8 Tobias Matania (50.)
6:8 Martin Häner (63.)

Strafecken:
BHC 6 (kein Tor) / UM 5 (3 Tore)

Zuschauer:
2.200

Schiedsrichter:
Sascha Sohns / Moritz Meißner
53. Hallen-Endrunde Damen & Herren
08. & 09. Februar 2014 in Hamburg