NEWS
1. Halbfinale Damen: Club an der Alster - Münchner SC 12:6 (7:3)
06.02.2014

Die Damen des Club an der Alster sind der erste Finalist bei der Hallenhockey-Endrunde 2014. Die Hamburgerinnen gewannen vor rund 2.000 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg ein hochklassiges Halbfinale gegen den Münchner SC mit 12:6 (7:3) und stehen nach 2012 und 2013 zum dritten Mal in Folge in DM-Endspiel unter dem Hallendach. Matchwinnerin war Alsters Silja Lorenzen, die allein sechs Treffer markieren konnte.

„Wir haben heute auf unsere Stärken gesetzt, die uns ja auch hierher gebracht haben. Natürlich hatten wir auch in der einen oder anderen Situation etwas Glück, aber letztlich ist unsere Taktik aufgegangen“, so Alster-Trainer Jens George. „Wir haben ja nicht den besseren Aufbau gespielt, sondern der Knackpunkt war für mich, dass wir unsere Konterchancen bekommen und gut genutzt haben.“

Münchens Klaus Holzmüller: „Für mich haben wir die Partie heute in der ersten Hälfte verloren, als wir vier, fünf individuelle Fehler gemacht haben, die dann auch zu Gegentoren führten. Und dann hat man natürlich auch das mentale Problem, dass man einem Rückstand hinterher laufen muss. Da fehlen einem dann eben Nationalspielerinnen wie Willig oder Hasselmann. Alster hat das clever gemacht. Auch wenn wir immer mal wieder dran waren, haben wir uns dann aber auch nicht belohnt.“

Die beiden Team verzichteten auf die Abtastphase, klappten die Visiere hoch und zeigten von Beginn an ein schnelles Spiel, bei dem München konsequent bei eigenem Angriff den Torhüter auswechselte, während Alster beim Spiel mit vier Feldspielerinnen blieb. Zunächst fuhr Alster damit scheinbar besser, denn gleich der erste Angriff führte zum ein wenig glücklichen 1:0. Der Pass rutschte schon durch auf Katharina Scholz, und deren Schuss tat das gleiche, trudelte durch die Schienen von MSC-Schlussfrau Kim Platten ins Tor. München zeigte sich aber nicht geschockt. Katrin Zollner hatte mit einem satten Schuss von links außen zum 1:1 umgehend die Antwort parat. Bei der Anzahl der Strafecken in der ersten Hälfte hatte Alster die Nase zwar klar vorn, aber bei der Ausführung haperte es oft. Dennoch führte die zweite zum Tor. Der Schuss von Anne Schröder nach ungenauer Herausgabe klatschte an den Pfosten, Sabine Knüpfer staubte ab. Ein sehenswerter Linksangriff führte dann zur ersten Zwei-Tore-Führung durch Silja Lorenzen. München blieb aber jederzeit gefährlich, scheiterte in der Folge zwei Mal an Karin Blank im Alster-Tor. Die erste Ecke für den MSC brachte dann aber doch das Tor. Katrin Zollner traf etwas glücklich, weil der Ball leicht abgefälscht war. Das Prädikat Traumtor verdiente sich der 3:3-Ausgleich durch Alisha Nabel, die einen Pass am Schusskreisrand per Stecher in den rechten Winkel verwertete.

Jetzt übernahm aber Alster mehr und mehr die Initiative, hatte sich gut auf München eingestellt, übte gut Druck auf den Aufbau aus und kam so zu zahlreichen Chancen. Wieder vertändelt Alster eine Strafecke, doch Christina Schütze kommt an den Ball, zieht in den Schusskreis und zieht ab. Der Ball rutschte Kim Platten erneut durch und bedeutete die erneute Führung für die Hamburgerinnen. In der Folge bewahrte die MSC-Keeperin ihr Team allerdings mit zwei, drei starken Paraden zunächst vor einem höheren Rückstand. Doch in der Schlussphase der ersten Hälfte war sie dann doch machtlos, als erst Katharina Scholz nach Ballgewinn und Pass von Schütze (27.) und dann Silja Lorenzen (29.) ins leere Tor trafen. Lorenzen markierte dann auch den 7:3-Pausenstand: Ball nicht richtig getroffen, aber von Hannah Krügers Bein sprang der Ball dennoch ins Tor.

Die zweite Hälfte startete, wie die erste aufgehört hatte: Alster hatte die Spielkontrolle, während München nach einem Mittel gegen die Alster-Taktik und nach einem Zugriff auf das Spiel suchte. Und während Alster mit gutem Konterspiel und durch Scholz und Lorenzen auf 10:3 davonzog, fanden die Münchnerinnen mehrmals in Karin Blank ihre Meisterin. Der MSC warf schon früh alles nach vorn, verzichtete ganz auf die Torhüterin und spielte dauerhaft zu fünft. Der Lohn: Trotz Foulspiels erzielte Rebecca Landshut von der rechten Seite den Treffer für die Bajuwarinnen. Alster verwaltete den Vorsprung jetzt clever, überließ München mehr Ballbesitz und lauerte auf Konter. Doch zunächst verkürzte München auf 5:10 durch eine verwandelte Strafecke von Rebecca Landshut. Ging da noch was? Jacqueline Dorner vollendete am kurzen Pfosten ein Zuspiel von Landshut zum sechsten Tor – und es blieben ja noch sieben Minuten zu spielen. Katrin Blank verhinderte im nächsten Angriff mit einer starken Parade gegen Landshut, dass der MSC noch weiter aufholte. Doch Alster blieb in der Schlussphase cool, Anne Schröder per Strafecke und erneut Silja Lorenzen mit ihrem sechsten Treffer sorgten für die Entscheidung.

Tore:
1:0 Katharina Scholz (2.)
1:1 Katrin Zollner (3.)
2:1 Sabine Knüpfer (KE, 7.)
3:1 Silja Lorenzen (8.)
3:2 Katrin Zollner (11.)
3:3 Alisha Nabel (17.)
4:3 Christina Schütze (24.)
5:3 Katharina Scholz (27.)
6:3 Silja Lorenzen (29.)
7:3 Silja Lorenzen (30.)
------------------
8:3 Silja Lorenzen (33.)
9:3 Katharina Scholz (37.)
10:3 Silja Lorenzen (42.)
10:4 Rebecca Landshut (43.)
10:5 Rebecca Landshut (KE, 49.)
10:6 Jacqueline Dorner (53.)
11:6 Anne Schröder (KE, 58.)
12:6 Silja Lorenzen (60.)

Strafecken:
CADA 10 (2 Tore) / MSC 7 (1 Tor)

Zuschauer:
2.000

Schiedsrichter:
Mark Löffler / Robert Bernin
53. Hallen-Endrunde Damen & Herren
08. & 09. Februar 2014 in Hamburg