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Finale Damen: Club an der Alster - UHC Hamburg 4:7 (2:5)
06.02.2014

Die Damen des UHC Hamburg sind zum ersten Mal Deutscher Hallenmeister. Die „Uhlen“ holten den blauen Wimpel in einem rein hamburgischen Finale nach einem 7:4 (5:2) gegen den Club an der Alster. In einer hochklassigen Partie ging das Team von Claas Henkel bereits zur Pause mit drei Toren in Führung und rettete den Vorsprung gerade im zweiten Durchgang dank einer hervorragenden Defensive über die Zeit. Die Damen des Club an der Alster unterlagen damit zum dritten Mal in Folge im Finale um die Deutsche Hallenmeisterschaft.

Meistertrainer Claas Henkel wusste nach der Partie, dass seine Mannschaft in den vergangenen 60 Minuten eine Spitzenleistung abgeliefert hatte: „Ich denke, wir haben auf jeden Fall verdient gewonnen. Dafür war es heute aber auch nötig, in allen Mannschaftsbereichen die beste Saisonleistung abzuliefern. Weniger hätte gegen Alster aber auch nicht gereicht.“ Rückblickend stellte der UHC-Trainer die Bedeutung dieses ersten Hallentitels für die Damen hervor: „Das war eine sehr intensive Saison – für mich, das Team und den Verein. Die Geschichte dieser Saison ist Klasse und umso schöner ist es, dass wir sie mit einem Titel abschließen konnten.“

„Das war mit Sicherheit große Werbung für das Damenhockey“, stellte auch sein Gegenüber Jens George fest. „Wir haben eine kurze Phase lang die Kontrolle verloren, als wir mit drei Toren in Rückstand geraten sind. Das hat uns am Ende das Genick gebrochen. Einen großen Vorwurf kann ich der Mannschaft eigentlich gar nicht machen. Der UHC war heute sehr, sehr stark. Glückwunsch zum Meistertitel!“

Rund 2.000 Zuschauer sahen ein ab der ersten Spielminute hochklassiges Damenfinale, in dem Katharina Scholz für Alster und Roda Müller-Wieland nach Ecke (an den Pfosten) die ersten Chancen für ihre Mannschaften herausspielten. Temporeich ging es weiter: Lynne Fröschle vergab freistehend gegen Alsters Keeperin Karin Blank, auf der anderen Seite war Christina Schütze erfolgreicher: Ihr Eckenschlenzer landete halbhoch im rechten Eck zur 1:0-Führung für Alster (4.). Die UHC-Damen zeigten sich nur wenig beeindruckt und kamen kurz darauf ihrerseits zur ersten Strafecke. Silja Lorenzen konnte den Ball auf der Linie nur mit dem Fuß klären, zum folgerichtigen Siebenmeter trat Celine Wilde an und verwandelte. Blank kam zwar noch an den Ball, konnte ihn aber nur an die Unterlatte lenken – der 1:1-Ausgleich für den UHC (9.). Und beide Mannschaften setzten ihr Offensivhockey fort. Auf der anderen Seite zog Katharina Scholz den Siebenmeter nach Stockfoul von Yvonne Frank im UHC-Tor. Die Torhüterin machte ihren Fauxpas aber postwendend wett und fischte Lea Loitsch’ halbhohen Schlenzer aus dem rechten Toreck. Keine Minute später ging die nächste Aktion wieder von Scholz aus. Ihr Ballverlust im Mittelfeld leitete einen UHC-Konter ein, den Jana Teschke nach Pass von Wilde zur Führung verwandelt (15.). Dann wieder Alster, aber Schützes Strafecke klärte Lisa Altenberg auf der Linie. Fast im Gegenzug setzte Altenburg eine Rückhand am Alster-Tor vorbei. Eine Minute später setzte sich Marie Mävers erfolgreich über rechts durch und vollendete flach ins linke Eck zum 3:1 (17.). Alster steckte nicht auf und kam durch Lorenzen und Sabine Knüpfer zu weiteren Chancen – aber ohne Ergebnis. Im Alster-Schusskreis scheiterten Altenburg, Teschke und Kristina Hillmann an Blank und ihrer Abwehr. Kurz darauf zeigte sich der UHC erfolgreicher und ging durch Altenburg mit 4:1 in Führung (27.). Keine Minute später zeigte sich Alster wieder unbeeindruckt: Anne Schröders Traumtor brachte die Rot-Grauen wieder heran: die Mittelfeldspielerin zog aus der eigenen Hälfte in den gegnerischen Schusskreis, dribbelte die komplette UHC-Abwehr aus und vollendete mit einem Lupfer über Frank zum 2:4 (28.). Der UHC antwortete im direkten Gegenzug mit Marie Mävers, die Julia Dudorovs Pass nur über die Linie zu drücken brauchte – 5:2 (29.). Alster setzte nun auf Überzahl, wollte noch vor der Pause den Anschluss erzwingen, vergab aber zuletzt auch mit der Schlussecke seine Möglichkeiten.

Nach dem Seitenwechsel setzte der UHC seine aggressive Verteidigung fort, störte Alster bereits früh im Spielaufbau und blieb durch Konter gefährlich. Blank im Alster-Tor klärte in höchster Not gegen Teschke, Dudorov und Wilde (nach Ecke), in den letzten zwanzig Minuten nahm Alster erstmals Blank aus dem Spiel und kam durch Fröschle gleich zu einer Möglichkeit, Frank konnte den halbhohen Schlenzer aber klären. Auf der anderen Seite vergaben Hillmann und Altenburg (setzte ihre Strafecke an den rechten Außenpfosten) hochkarätige Tormöglichkeiten. Dann wieder Alsters Schröder und Knüpfer mit gefährlichen Szenen, aber Frank ist beide Male zur Stelle. Quasi im Gegenzug konnte Schütze Teschkes Torschuss nur mit dem Körper klären – der Siebenmeterpfiff ließ nicht auf sich warten. Teschke selber trat an und verwandelte unten links. Alster setzte nun mit Loitsch als Spielerin mit Torfrau-Rechten auf mehr Druck und bestimmte fortan das Spiel, der UHC zeigte sich aber defensiv sehr stark und blieb mit Entlastungsangriffen gefährlich. So erneut mit Wilde, die einen Angriff vom rechten Schusskreisrand zum 7:2 vollenden konnte (50.), eine Minute verhinderte Loitsch gegen Mävers einen größeren Rückstand. Auf der anderen Seite machten Schröder (nach kurzer Ecke) und Lorenzen nach Musterpass von Schröder mit ihrem Toren die Partie noch einmal eng (53./54.), aber nachdem Alster drei weitere Ecken nicht verwerten konnte und Schütze 90 Sekunden vor dem Ende freistehend aus zu spitzem Winkel die Möglichkeit vergab, war das Spiel entschieden und die UHC-Damen feierten bereits zwanzig Sekunden vor dem Ende ihren ersten Meistertitel in der Halle.

Tore:
1:0 Christina Schütze (KE, 4.)
1:1 Celine Wilde (7m, 9.)
1:2 Jana Teschke (15.)
1:3 Marie Mävers (17.)
1:4 Lisa Altenburg (27.)
2:4 Anne Schröder (28.)
2:5 Marie Mävers (29.)
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2:6 Jana Teschke (7m, 48.)
2:7 Celine Wilde (50.)
3:7 Anne Schröder (KE, 53.)
4:7 Silja Lorenzen (54.)

Zuschauer:
2.000

Strafecken:
DCadA 7 (2 Tore) / UHC 4 (0 Tore)

Schiedsrichter:
Michelle Meister / Gabriele Schmitz
53. Hallen-Endrunde Damen & Herren
08. & 09. Februar 2014 in Hamburg