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1. Halbfinale Herren: Berliner HC - UHC Hamburg 4:0 (2:0)
02.06.2012

Der Berliner HC zieht nach einem verdienten 4:0 (2:0) gegen den Uhlenhorster HC aus Hamburg als erste Mannschaft in das Finale um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft der Herren ein. Die Hamburger schienen nach den Leistungen in der Europaliga ermüdet und kamen zu keinem Zeitpunkt richtig in die Partie. Bezeichnend, dass die Hanseaten erst zwölf Minuten vor Spielende ihre erste Strafecke zugesprochen bekamen. Zudem bitter für die Hamburger: Durch den verpassten Finaleinzug qualifiziert sich der UHC auch als Titelverteidiger erstmals seit Bestehen der Euro Hockey League nicht für den europäischen Wettbewerb.

Ob des deutlichen Ergebnisses wollte UHC-Trainer Martin Schultze auch nichts beschönigen: „Berlin hat ein fantastisches Spiel gemacht, uns nicht einmal reinkommen lassen und blendend verteidigt. Wir konnten keinen unserer Pläne umsetzen und waren einfach zu lethargisch.“ Berlins Trainer Friedel Stupp zeigte sich rundum zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben defensiv gut gestanden, und dem UHC ist nicht viel eingefallen. Ich bin auf jeden in meiner Mannschaft sehr stolz.“

Beide Teams begannen druckvoll und kamen früh zu Chancen, UHC-Keeper Nicolas Jacobi musste gegen Felix Wild klären (5.), während Ulrich Bubolz im BHC-Tor stark gegen Marko Miltkau und Ricardo Nevado parierte (7./9.). Für den ersten Torjubel sorgte Niklas Cartsburg, der wunderbar freigespielt von Felix Wild die Kugel nur noch über die Linie zu drücken brauchte – 1:0 für den BHC (18.). Nach dem Gegentreffer kam der UHC nicht mehr richtig ins Spiel und musste sich bei Schlussmann Jacobi bedanken, dass Jonas Gomoll drei Minuten nach der Führung nicht auf 2:0 erhöhte. Das zweite Tor fiel dann fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff mit der ersten Strafecke für den BHC: Robert Marx zog unbedrängt in den Kreis und legte von rechts quer auf Till Scharp am linken Pfosten, der den Ball nur noch über die Linie zu drücken brauchte (30.).

Nach der Pause kam wieder der BHC zur ersten Möglichkeit. Nach schönem Alleingang traf Jonas Gomoll drei Minuten nach Wiederanpfiff aber nur den Pfosten. Knapp zehn Minuten brauchte der UHC, um wieder ins Spiel zu kommen, aber eine Unkonzentriertheit brachte den EHL-Champion schnell wieder aus dem Rhythmus. Moritz Fürste sah als Teamkapitän Gelb, nachdem auf einmal zwölf UHCer auf dem Platz standen. Die Hauptstädter nutzen die Überzahl gleich mit ihrer zweiten Ecke: Mit einem halbhohen Eckenschlenzer versenkte Spezialist Martin Häner die Kugel im UHC-Kasten – die einzige Situation, in der Goalie Jacobi keine allzu glückliche Figur machte. Die endgültige Entscheidung fiel 20 Minuten vor dem Ende, als Gomoll nach schönem Steilpass von Cartsburg halblinks zum Schuss kam und den Ball unter Jacobis Schienen zum 4:0-Endstand ins Tor befördern konnte.

Tore:
1:0 Niklas Cartsburg (18.)
2:0 Till Scharp (KE, 30.)
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3:0 Martin Häner (KE, 45.)
4:0 Jonas Gomoll (50.)

Zuschauer:
2.500

Grüne Karten:
Oliver Korn, UHC (40., Foulspiel)
Martin Zwicker, BHC (46., Meckern)

Gelbe Karte:
Moritz Fürste, UHC (43., Wechselfehler)

Strafecken:
BHC 2 (2 Tore) / UHC 1 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Benjamin Göntgen / Moritz Meißner
67. [D] & 70. Endrunde [H] Feld 2012
2./3. Juni 2012 in Berlin