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Finale Herren: Berliner HC - Rot-Weiss Köln 2:1 (1:1)
03.06.2012

Der Berliner HC ist Deutscher Feldhockey-Meister der Herren der Spielzeit 2011/2012. In einem jederzeit spannenden Endspiel auf der heimischen Anlage in Berlin-Zehlendorf setzten sich die Hauptstädter gegen Rot-Weiss Köln mit 2:1 (1:1) durch und feierten damit den insgesamt siebenten Feld-Titel der Vereinsgeschichte, aber auch den ersten seit 1965.

Meister-Trainer Friedel Stupp: „Ich freue mich sehr. Man hat gesehen, dass es heute unser erstes Endspiel war. In der ersten Hälfte fehlten zehn bis 15 Prozent gegenüber den Kölnern, weil wir schon ziemlich angespannt waren. Das 1:1 war eine Befreiung und am Ende haben wir das auch verdient gewonnen. Wir haben 2008 einen Vier-Jahresplan erarbeitet, der nun heute auch aufgegangen ist.“

Kölns Trainer Stefan Kermas: „Wir waren in der ersten Hälfte die stärkere Mannschaft, hatten das Spiel ganz gut im Griff. Wir wussten, dass Berlin aus Kontern und wenigen Chancen viel machen kann und dass sie defensiv überragend stehen. Daran haben wir uns die Zähne ausgebissen. Ein Treffer in einem Finale ist eben zu wenig, um Meister zu werden

Köln zeigte sich in der Anfangsphase etwas druckvoller, während Berlin zunächst darauf bedacht war, die Vorzeige-Defensive aufzustellen. Die erste nennenswerte Chance hatte aber der BHC, doch David Becketts Stecher nach Zwicker-Pass ging über das Tor. Eine Minute später Stecher auch auf der anderen Seite, aber Keeper Uli Bubolz war gegen Robbert Kemperman auf dem Posten. In der Folge spielte sich das Geschehen vor allem zwischen den Schusskreisen ab, wobei Köln sich leichte Feldvorteile erarbeiten konnte. In der 17. Minute dann aber beinahe das 1:0 für Rot-Weiss: Daniel Montag tauchte plötzlich vor dem BHC-Tor auf. Seinen Schuss aus einem Meter parierte Bubolz jedoch glänzend. Wenig später hatte der Berliner Schlussmann dann jedoch kein Mittel mehr parat, als Daniel Montag nach Vorarbeit von Christopher Zeller die Führung für die Domstädter markierte – nicht unverdient zu diesem Zeitpunkt. Doch der Gastgeber hatte wenig später die richtige Antwort parat. Martin Häner spielte eine Strafecke als Variante auf Till Führer, der per Stecher den Ausgleich erzielte (27). Weil bei Dauerregen weitere klare Chancen auf beiden Seiten fehlten, ging es mit einem insgesamt verdienten 1:1-Unentschieden in die Kabinen.

Berlin hatte im zweiten Durchgang die erste gute Chance, doch Kölns Hendrik Schwarzer konnte gerade noch den Angriff zweier anstürmende Berliner stören (38.). Es entwickelte sich jetzt ein munteres Hin und Her, doch die beiden Abwehrreihen ließen kaum ernsthafte Kreisszenen zu. Während einer kurzfristigen Unterzahl nach einer Grünen Karte für Christopher Zeller (42.) setzte sich Köln im Berliner Viertel fest. Doch erst fünf Minuten später musste Keeper Bubolz wieder eingreifen, als er gegen Benjamin Wess großartig parierte. Den Volley-Nachschuss holte Kevin Lim von der Linie. Da hatte der BHC Glück und konnte wenig später jubeln. Fast aus dem Nichts erzielte Anton Ebeling die BHC-Führung. Zwar beschwerte sich Kölns Nationaltorhüter, weil der BHCer nach der Parade zum Nachschuss beinahe auf ihm lag, doch das Tor zählte (50.). Jetzt hatten die Hauptstädter Rückenwind, kamen durch eine Strafecke von Martin Häner (55.) und Jonas Gomoll (57.) zu weiteren guten Einschussmöglichkeiten. Kölns Drangphase hingegen war vorerst ins Stocken geraten. In der 66. Minute traf Daniel Montag zum vermeintlichen Ausgleich, doch die Berliner monierten ein Fußspiel, die Schiedsrichter berieten sich und entschieden, den Treffer nicht anzuerkennen. Köln startete nun zur Schlussoffensive, forderte in noch zwei Situationen Strafecken, die es aber nicht gab. Die Spielzeit lief ab und das Hockeystadion Steglitz-Zehlendorf versank in blau-rotem Jubel.

Tore:
0:1 Daniel Montag (21.)
1:1 Till Führer (KE, 27.)
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2:1 Anton Ebeling (50.)

Zuschauer:
2.500

Grüne Karte:
Christopher Zeller (RKW, 42., Stockfoul)
Till Scharp (BHC, 54.)
Philipp Zeller (RWK, 55., Foulspiel)

Strafecken:
BHC 2 (kein Tor) / RWK 1 (1 Tor)

Schiedsrichter:
Benjamin Göntgen / Moritz Meissner
67. [D] & 70. Endrunde [H] Feld 2012
2./3. Juni 2012 in Berlin