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2. Halbfinale Herren: Uhlenhorst Mülheim - Rot-Weiss Köln 2:3 (2:0)
02.06.2012

Der Gegner des Berliner HC im Finale um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft der Herren in der Saison 2011/2012 heißt Rot-Weiss Köln. Der Meister der Jahre 2009 und 2010 setzte sich im Halbfinale in Berlin-Zehlendorf gegen den Westrivalen Uhlenhorst Mülheim knapp mit 3:2 (0:2) durch und greift nach dem Hallen- nun auch nach dem Feld-Titel in dieser Spielzeit.

Kölns Trainer Stefan Kermas: „Wir haben uns in der ersten Hälfte sehr schwer getan. Begünstigt durch den Anschluss steigern wir uns und kämpfen uns klassisch ins Spiel zurück. Am Ende erspielen wir uns eine optische Überlegenheit. In so einem Endspiel reichen eben zwei, drei entscheidende Vorstöße.“

Mülheims Coach André Henning: „Offensiv hat es heute nicht ausgereicht, ins Finale zu kommen. Besonders im Mittelfeld hatten wir zu wenig Präsenz. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht gut, haben uns zu weit hinten reinfallen lassen. Die Situation vor dem 1:2 war bezeichnend. Das war sehr unglücklich von den Schiedsrichtern.

Mülheim startete von 0 auf 100 in unter einer Minute. Direkt mit dem ersten Angriff brachte Benedikt Fürk den Ball auch schon im Kölner Gehäuse unter. Das bedeutete zugleich, dass es kein langes Abtasten geben würde, beide Mannschaften spielten nun munter nach vorn und kamen zu einigen guten Chancen. In der dritten Minute machte Uhlen-Keeper Reuss eine dicke Kölner Chance zunichte, auf der anderen Seite verzog Lukas Windfeder eine argentinische Rückhand. In der 15. Minute hatte Mülheim Pech, als Henning Hüttermann den Ball mit der Rückhand über Nationalkeeper Max Weinhold chipte, aber nur den linken Pfosten traf. Aber auch Köln prüfte den gegnerischen Keeper weiter und jubelte in der 21. Minute über den Ausgleich, der jedoch wegen eines Stockfouls des Angreifers nicht anerkannt wurde. Stattdessen legte der HTC Uhlenhorst den zweiten Treffer nach. Nach einer sehenswerten Freischlagvariante landete ein Stecher an der Latte und prallte zu Jan-Philipp Rabente zurück, der den Nachschuss zu nutzen wusste (23.). Die Partie wogte jetzt ziemlich hin und her. Beide Keeper mussten bis zur Pause noch einige Male ihr Können beweisen. Mülheims Führung nach 35 Minuten war nicht unverdient, basierte auf einem strukturiertem Spiel. Köln kam aber gegen Ende auf...

… und belohnte sich direkt nach Wiederanpfiff mit dem Anschlusstreffer. Mülheim hatte einen Pfiff gehört, doch Köln spielte clever weiter und Benjamin Wess markierte das 1:2 aus Kölner Sicht (39.). Mülheim zeigte sich nicht geschockt und spielte weiter munter nach vorn, musste aber in der 46. Minute den Ausgleich hinnehmen, als Reuss einen Angriff über Christopher Zeller und Robbert Kemperman nur abprallen lassen konnte, wo Hendrik Schwarzer aber abstaubte. Köln war jetzt spürbar am Drücker, scheiterte aber ein ums andere Mal an Mülheims Schlussmann Felix Reuss. Erst die 66. Minute sollte die Entscheidung bringen. Mit der fünften Strafecke besorgte Spezialist Christopher Zeller die erste Kölner Führung mit einem Flachschlenzer. Mülheim hatte danach ebenfalls per Ecke die Chance auf den erneuten Ausgleich und damit die Verlängerung, doch im Nachschuss bekam der HTCer Fürk den Ball an den Körper.

Tore:
1:0 Benedikt Fürk (1.)
2:0 Jan-Philipp Rabente (23.)
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2:1 Benjamin Wess (39.)
2:2 Hendrik Schwarzer (46.)
2:3 Christopher Zeller (KE, 66.)

Gelbe Karten:
Jan Nitzschke (UM, 47.), Jan-Philipp Rabente (UM, 70.)

Strafecken:
UM 1 (kein Tor) / RWK 5 (1 Tor)

Schiedsrichter:
Carsten Großmann-Brandis / Mike Gerwig
67. [D] & 70. Endrunde [H] Feld 2012
2./3. Juni 2012 in Berlin