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2. Halbfinale Damen: Club an der Alster - Rot-Weiss Köln 1:2 /1:1)
02.06.2012

Die Damen von Rot-Weiss Köln haben nach einem 2:1 (1:1)-Arbeitssieg gegen den Club an der Alster das Finale um die Deutsche Meisterschaft in Berlin erreicht und treffen dort auf den Uhlenhorster HC aus Hamburg. Den Domstädterinnen genügte eine kämpferisch starke zweite Halbzeit, um die Hanseatinnen in die Schranken zu weisen. Dank dieses Erfolgs ist Rot-Weiss in der nächsten Saison im europäischen Club Champions Cup neben Finalgegner UHC der zweite deutsche Vertreter.

„Wir haben in der ersten Halbzeit ganz gut gespielt“, kommentierte Alster-Trainer Jens George. „Wir hatten die Spielkontrolle und kassieren dann einen sehr unglücklichen Gegentreffer. In der zweiten Halbzeit ist der Faden gerissen und wir haben nicht mehr daran geglaubt, das Spiel noch drehen zu können.“ Auch sein Gegenüber Markus Lonnes sah die Spielentscheidung in Durchgang zwei: „Wir haben sehr schlecht angefangen, dann aber nach der Pause den Hebel gefunden und diesen rechtzeitig umlegen können.“

In die erste Halbzeit startete Köln druckvoller, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Nach 20 Minuten konnte Alster das Blatt wenden und kam mit der zweiten Strafecke und einem cleveren Schachzug zur Führung (22.): Lisa Parada löste sich aus dem Eckennest, lief über rechts an den langen Pfosten und brauchte nach perfektem Zuspiel den Ball nur noch über die Linie zu blocken. In der Folge brauchte Köln einige Zeit, um in das Spiel zurückzufinden. Iin der 33. Spielminute gelang Christina Schröder der erlösende Ausgleich, als sie den Ball aus dem Gewühl heraus über die Linie schieben konnte. Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeit.

Der Anfang des zweiten Durchgangs hinterließ den Eindruck, dass beide Mannschaften ihre Kraft im ersten Durchgang gelassen hatten. Die Domstädterinnen konnten sich leichte Spielvorteile erarbeiten, und wenn von Köln Gefahr ausging, war meist Nicole Pahl direkt daran beteiligt. In der 58. Spielminute schien Rot-Weiss für seine Bemühungen belohnt zu werden, als die Schiedsrichter erst auf Siebenmeter entschieden, diese Entscheidung aber nach Rücksprache der beiden Unparteiischen zugunsten eines Bully zurücknahmen.

Als die Zuschauer schon mit der Verlängerung rechneten, sah Alsters Lea Loitsch zehn Minuten vor Spielende die grüne Karte wegen Foulspiels und Köln nutzte die Überzahl umgehend für die Führung: Von links zog Franzisca Hauke nach rechts und verwandelte eiskalt vom Schusskreisrand zur Führung für Rot-Weiss Köln (61.). Mit einer Auszeit versuchte Jens George seine Hamburgerinnen auf die verbleibenden acht Spielminuten einzuschwören, was zumindest von den Spielanteilen auch gelang. Allerdings ging Alster zu fahrlässig mit seinen Chancen um und letztlich vereitelte die gelbe Karte für Jessica Reimann zwei Minuten vor dem Ende jegliche Ausgleichsbemühungen. Vielmehr hatte Lea Stöckel wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff sogar noch die Möglichkeit, auf 3:1 für Köln zu erhöhen, scheiterte aber an der Karin Blanck im Alster-Tor.

Tore:
1:0 Lisa Parada (KE, 22.)
1:1 Christina Schröder (33.)
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1:2 Franzisca Hauke (61.)

Grüne Karten:
Janine Sasserath, RWK (45., Foulspiel)
Lea Loitsch, CADA (60., Foulspiel)

Gelbe Karte:
Jessica Reimann, CADA (69., Foulspiel)

Strafecken:
CADA 4 (1 Tor) / RWK 2 (0 Tore)

Schiedsrichter:
Michelle Meister / Sandra Wagner

67. [D] & 70. Endrunde [H] Feld 2012
2./3. Juni 2012 in Berlin