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Finale Damen: UHC Hamburg - Rot-Weiss Köln 0:1 (0:0)
03.06.2012

Im Finale der Deutschen Feldhockey-Meisterschaft der Damen besiegte Rot-Weiss Köln den Titelverteidiger UHC Hamburg mit 0:1 (0:0) und holte damit nach dem Hallentitel im Januar dieses Jahres nun auch den insgesamt vierten Feldtitel der Vereinsgeschichte. Über die gesamte Spielzeit dominierten die Hamburgerinnen die Partie, verpassten es aber, ihre Chancen zu nutzen. Die Kölnerinnen spielten effizienter und nutzten ihre einzige richtige Chance für die Entscheidung.

Rot-Weiss-Trainer Markus Lonnes: „Verdient ist so eine Sache. Vielleicht waren wir emotional überlegen und haben mehr investiert. Wir haben immer an uns geglaubt, und die Mannschaft hat eine beeindruckende Leistung gezeigt.“

Kais al Saadi, Trainer der UHC-Damen, war nach dem Spiel besonders enttäuscht: „Wir waren klar die bessere Mannschaft und müssen hier Deutscher Meister werden. Wir dominieren die kompletten 70 Minuten, spielen sie an die Wand. Ich habe bis zum Ende daran geglaubt, dass wir das Spiel noch drehen können. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir hatten so viele Chancen, vielleicht waren es die Ecken, an denen es fehlte.“

Rund 2.000 Zuschauer sahen von Beginn an ein einseitiges Spiel mit einer dominierenden Hamburger Mannschaft. Bereits in der 1. Spielminute kam der UHC zur ersten Strafecke, Nina Notmann scheitert an Julia Ciupka im Kölner Tor. Die folgenden 70 Spielminuten boten klassisches Einbahnstraßen-Hockey: Der UHC druckvoller, attackierte bereits im gegnerischen Viertel. Rot-Weiss Köln stand defensiv kompakt und war nur selten torgefährlich. Beinahe im Minutentakt tauchten die Hanseatinnen stattdessen vor dem RWK-Kasten auf. Köln kam erst nach einer Viertelstunde zu so etwas wie einer Chance. Nach 15 Minuten lag die Kugel erstmals im RWK-Tor, aber keine UHC-Spielerin hatte den Ball im Schusskreis berührt. In der 29. Spielminute eine weitere Großchance der Titelverteidigerinnen: Ecke Nummer fünf brachte Kristina Hillmann flach aufs Tor, Ciupka war aber zur Stelle und lenkte den Ball mit dem Schläger über die Latte. Zur Pause blieb es beim Tor losen Unentschieden.

Durchgang zwei begann wie der erste – mit UHC-Chancen am Fließband, aber ohne zählbaren Erfolg. Und so passierte nach 13 Minuten der zweiten Halbzeit das, was schon länger in der Luft lag: Lea Stöckel setzte sich über rechts durch, ging in die Hundekurve und konnte quer auf die sträflich freistehende Stefanie Schneider legen. Die 25-Jährige fackelte nicht lange und schlenzte den Ball zur 1:0-Führung unter die Latte. Der UHC schockiert, aber nicht einfallslos. Nur eine Minute später war der Ball wieder im Köln-Tor, aber die Unparteiische Sandra Wagner entschied, dass der Schuss von Janne Müller-Wieland von außerhalb des Schusskreises kam. Eine Entscheidung, die UHC-Trainer al Saadi später entschieden in Frage stellen sollte. In den verbleibenden 20 Minuten nahmen die UHC-Damen das Tor von Julia Ciupka unter Dauerbeschuss, aber die Kölnerinnen standen hinten kompakt. Die Chancen, die die Domstädterinnen zuließen, vergaben Pia Oldhafer und Marie Mävers (61./67.). Auch die letzten beiden Strafecken (67./69.) verteidigten die RWK-Damen exzellent. Mit dem Schlusspfiff brach auf Kölner Seite grenzenloser Jubel aus, während sich die entthronten Titelverteidigerinnen aus der Hansestadt ungehemmt ihrer Enttäuschung hingaben.

Tor:
0:1 Stefanie Schneider (48.)

Zuschauer:
2.000

Grüne Karte:
Rebecca Grote, RWK (14., fehlender Abstand)

Strafecken:
UHC 9 (0 Tore) / RWK 0 (0 Tore)

Schiedsrichter:
Michelle Meister / Sandra Wagner
67. [D] & 70. Endrunde [H] Feld 2012
2./3. Juni 2012 in Berlin