NEWS
Halbfinale: UHC Hamburg - Düsseldorfer HC 3:2 (1:0)
10.06.2010

Das Traumfinale ist perfekt! Nach dem Berliner HC hat auch Titelverteidiger UHC Hamburg sein Halbfinale gewonnen und kämpft erneut um den begehrten Blauen Meisterwimpel. In der Vorschlussrunde hatten die Hanseatinnen zwar einige Mühe mit Aufsteiger Düsseldorfer HC, gewann aber letztlich dank einer kaltschnäuzigeren Offensive nicht unverdient aber knapp mit 3:2 (1:0). „Das war ein interessantes und sehr schnelles Spiel zweier nahezu gleichwertiger Mannschaften“, so UHC-Coach Lars Reinecke. „Wir wussten, dass der DHC ein gefährliches Team ist. Heute haben Millimeter entschieden. Das Finale morgen gegen den BHC wird sicher nicht einfacher, zumal sich mit Lisa Hahn kurz vor Schluss eine weitere Leistungsträgerin verletzt hat und wohl ausfallen wird.“

Düsseldorfs Trainer hatte sich heute mehr ausgerechnet: „Wir wollten diese Partie gewinnen und wussten, dass wir das auch drauf haben. In der ersten Hälfte waren wir vielleicht auch das bessere Team. Der Doppelschlag hat uns dann das Genick gebrochen. Insgesamt geht der Sieg für den UHC aber in Ordnung. Die waren eben vor dem Tor deutlich abgebrühter als wir.“

Aufsteiger Düsseldorf versteckte sich in seinem ersten DM-Halbfinale nicht, spielte von Beginn an mutig mit und hatte auch die ersten guten Chancen des Spiels für sich. In der 8. Minute verzog Laura Figura einen Volleyschuss aus fünf Metern knapp am linken Pfosten vorbei. Der DHC blieb am Drücker, aber die Uhlenhorsterinnen tauchten mit ihren starken Einzelspielerinnen immer wieder gefährlich im Schusskreis auf. Doch die gute Defensive der Westdeutschen hielt bis zur 28. Minute gut stand. Dann war es Nationalspielerin Eileen Hoffmann, die auf rechts einen sensationellen Sololauf startete, fünf Gegnerinnen ausspielte und am Kreisrand aus der Drehung die bis dahin etwas glückliche Führung erzielte. Düsseldorf ließ sich davon aber nicht beirren und drückte weiter. Doch der UHC nahm Tempo aus dem Spiel und brachte die knappe Führung in die Halbzeit.

Fast aus dem Nichts heraus fiel in der 40. Minute der Ausgleich durch Jennifer Pütz. Die junge Nationalspielerin war bei einem Gewühl acht Meter vor dem UHC-Tor am schnellsten zur Stelle. Doch direkt im nächsten Angriff – der DHC war fast noch am Jubeln – ging der UHC wieder in Führung. Konter über links, der Ball wird für Lisa Hahn quer gelegt und die Stürmerin braucht die Kugel nur noch über die Linie zu blocken. Jetzt war Hamburg am Drücker – und legte per Strafeckenvariante umgehend nach: Janne Müller-Wieland „schrubbte“ den Ball nach rechts auf Marie Mävers, die diesen zum 3:1 ins Netz lenkt. Nach der fälligen Auszeit für Düsseldorf hatten Janine Beermann und Jennifer Pütz jeweils den Anschlusstreffer auf der Keule, scheiterten jedoch aus kurzer Distanz an UHC-Keeperin Yvonne Frank. Der DHC war jetzt auf Pressing aus, doch die Uhlen suchten ihr Heil in der Offensive und machten den Rheinstädterinnen das Leben so schwer. Es entwickelte sich in der Schlussphase ein Auf und Ab mit Chancen auf beiden Seiten – inklusive einer Eckenserie und einem Siebenmeter für Düsseldorf. Janine Beermann verwandelte sicher (68.), doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr für den Ausgleich. Der UHC steht damit zum zweiten Mal in Folge im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft.

Tore:
1:0 Eileen Hoffmann (28.)
-------------------------
1:1 Jennifer Pütz (40.)
2:1 Lisa Hahn (41.)
3:1 Marie Mävers (KE, 44.)
3:2 Janine Beermann (7m, 68.)

Strafecken:
UHC 2 (1 Tor) / DHC 3 (keine Tore)

Gelbe Karte:
Jana Gerits (67., Meckern)

Schiedsrichter:
Michelle Meister / Marcel Papiest
65. Damen Feld-Endrunde 2010
12. & 13. Juni 2010 in Mannheim