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Relegation: Eintracht Braunschweig - Mannheimer HC 1:2 (0:1)
10.06.2010

Im ersten Relegationsspiel zwischen Eintracht Braunschweig und dem Mannheimer HC setzte sich der Gastgeber aus der Neckarstadt mit 2:1 (1:0) und spielt damit in der kommenden Saison in der höchsten deutsche Spielklasse. In einer Partie auf eher mäßigem Niveau war Braunschweig zwar das gefährlichere, Mannheim jedoch das spielerisch bessere Team. Für die Eintracht gibt es jedoch noch eine Chance – am Sonntag gegen TuS Lichterfelde geht es um den letzten Platz im Hockey-Oberhaus. „Es ist sensationell, dass wir diesen Aufstieg geschafft haben“, jubelte MHC-Trainer Andreas Höppner. „Wir können sicher besser spielen und hatten am Ende auch ein wenig Glück, aber die Mannschaft hat unglaublich hart gearbeitet und sich diesen Erfolg auch voll verdient.“

In der ersten Halbzeit entwickelte sich gleich vom Anpfiff weg eine intensiv geführte Partie ohne langes Abtasten. Die ersten 15 Minuten bestimmten die Braunschweigerinnen die Begegnung, sie pressten aggressiv und setzten die Mannheimerinnen gleich mächtig unter Druck. Doch die guten Anspiele in die Spitze konnten von den Stürmerinnen der Eintracht nicht verwertet werden. Mannheim zeigte dennoch einige gute Aktionen und kombinierte sich mit schnellen Kontern immer wieder gefährlich vor das Braunschweiger Tor, war aber nicht in der Lage, das in Zählbares umzumünzen – bis zur elften Minute. Lydia Haase erzielte per Siebenmeter die 1:0-Führung für den MHC. Die Eintracht ließ sich davon aber nicht beeindrucken und versuchte, möglichst umgehend wieder auszugleichen. Doch der MHC war jetzt besser im Spiel und erarbeitete sich seinerseits die gefährlicheren Kreisszenen. Die Partie wogte nun hin und her und von der Überlegenheit der Niedersächsinnen war nichts mehr zu sehen. Kurz vor Ende der ersten Hälfte erarbeitete sich Mannheim noch zwei Strafecken (33. und 34.), die aber jeweils vergeben wurden. Damit ging es mit der knappen MHC-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel zog Braunschweig erneut ein starkes und robustes Pressing auf. Es mangelte jedoch oft am letzten Pass in den Schusskreis. Zudem stand die Mannheimer Defensive gut, Nadine Ernsting-Krienke und Birgit Hollnagel hatten da einen schweren Stand. In der 47. Minute die hundertprozentige Ausgleichschance, als Inga Matthes bei einer schönen Eckenvariante beim Schuss abrutscht und aus zwei Metern verzieht. Besser machte es kurz darauf Routinier Nadine Ernsting-Krienke. In Unterzahl (nach Gelb für Loncarica) führte Anke Kühn einen Freischlag schnell auf Mareike Klindworth aus. Ihren Pass musste NEK nur ins Tor blocken – der durchaus verdiente Ausgleich. Nur zwei Minuten später vergab Klindworth selbst die Riesenchance zur Führung. Doch auch Mannheim hatte Chancen, war im gegnerischen Schusskreis längst nicht so gefährlich wie die Eintracht, die jetzt vor allem auf Konter setzte. Doch die insgesamt reifere Spielanlage des MHC zahlte sich am Ende doch aus. Zwei Minuten vor Schluss markierte erneut Lydia Haase per Strafecke von der Linksablage den 2:1-Siegtreffer und besiegelte damit den Aufstieg in die hockeyliga.

Tore:
0:1 Lydia Haase (7m, 11.)
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1:1 Nadine Ernsting-Krienke (54.)
1:2 Lydia Haase (KE, 68.)

Strafecken:
EB 4 (kein Tor) / MHC 3 (1 Tor)

Gelbe Karten:
Martina Loncarica (52.), Inga Matthes (62.) / ---

Schiedsrichter:
Gaby Schmitz / Sandra Wagner
65. Damen Feld-Endrunde 2010
12. & 13. Juni 2010 in Mannheim