NEWS
Berliner HC - UHC Hamburg 2:5 (0:2)
13.06.2009

Der erste Finalist um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft der Damen 2009 in Düsseldorf heißt UHC Hamburg. Die jüngste Mannschaft im Turnier profitierte dabei jeweils von einem Blitzstart zu Beginn der Halbzeiten, konterte den Meister immer wieder gefährlich aus und setzte sich letztlich verdient mit 5:2 (2:0) durch. Im Endspiel treffen die Hamburgerinnen nun entweder auf den Club an der Alster oder auf den Rüsselsheimer RK. „Wir haben uns nicht hinten reingestellt wie beim letzten Saison-Spiel in Berlin, sondern haben immer nach vorne gearbeitet“, erklärte UHC-Coach Lars Reinecke die Taktik. „Offensiv waren wir geschlossener als der BHC – vielleicht hat das heute den Ausschlag gegeben. Jetzt wollen wir natürlich auch im Finale gewinnen.“

Der UHC erwischte einen Traumstart – schon nach 53 Sekunden erzielte Kristina Hillmann mit einem Flachschuss in die linke Ecke am Ende eines Angriffes über die rechte Seite das 1:0. Und der UHC übte weiter Druck auf das Berliner Tor aus und versuchte nicht, die Führung nur zu verwalten. Erst nach einer Viertelstunde kam der BHC – angetrieben von Olympiasiegerin Natascha Keller – ins Spiel und erarbeitete sich Kreisszenen, jedoch ohne zu zwingenden Torchancen zu kommen. Der UHC kam in dieser Phase nur zu Kontern, diese waren aber immer blitzschnell vorgetragen und gefährlich. U21-Nationalspielerin Lisa Hahn verpasste in der 18. Minute nur knapp das BHC-Tor nach einem solchen Tempogegenstoß. Nationalspielerin Janne Müller-Wieland machte es vier Minuten später besser: Mit einem harten Schlag schloss sie einen Konter über rechts zur 2:0-Führung ab. Der BHC hielt dagegen, hatte aber Pech vor dem UHC-Tor. Natascha Keller konnte nach einem unwiderstehlichen Alleingang quer durch den Hamburger Kreis nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Siebenmeter platzierte Svenja Schuermann links mittig, doch Kim Platten im Hamburger Tor hatte die Richtung geahnt und parierte den Schuss. Der Rest der Partie spielte sich bis zur Halbzeit im Mittelfeld ab – Katharina Otte (BHC) musste nach einem Stockfoul und folgender gelber Karte vom Platz.

Die zweite Halbzeit startete wie die erste – wieder war der UHC nach weniger als einer Minute erfolgreich. Stephanie Wolschon lenkte eine scharfe Hereingabe ins Tor, allerdings protestierte die Berliner Hintermannschaft gegen diesen Treffer, weil sie keinen UHC-Schläger im Kreis mehr am Ball gesehen hatte. Nur 60 Sekunden später traf der UHC nur den Pfosten, aber Marie Mävers reagierte am schnellsten und lenkte den Rebound im Fallen über die Linie. Jetzt wachte der BHC auf und kam zu einigen Chancen. Einen Rückhand-Pass von Natascha Keller verwertete Britta Billmann (44.) am linken Pfosten. Berlin drückte nach dem Anschlusstreffer weiter, ohne jedoch zwingend vor das gegnerische Tor zu kommen. In diese Druckphase hinein fiel das vor entscheidende 5:1, als Kristina Hillmann einen Konter vom Schusskreisrand abschloss. Der BHC versuchte es weiter mit langen Bällen nach vorne, die eine sichere UHC-Abwehr jedoch entschärfen konnte. Nach einer langen Ecke verkürzte Britta Billmann noch einmal für den BHC, aber selbst drei Strafecken kurz vor Schluss verhalfen den Berlinerinnen nicht mehr zum Torerfolg.

BHC-Trainer Dr. Safi Khalil war nach der Niederlage in seinem letzten Spiel mit dem BHC verständlicherweise geknickt: „Natürlich hätte es ein schönerer Abschied sein können. Wir waren nach einem klassischen Fehlstart verunsichert und haben zu lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Der UHC hat verdient gewonnen und von einer Wahnsinns-Chancenverwertung profitiert. Man kann nicht immer Meister werden. Ich hatte eine großartige Zeit mit dem BHC und gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

Tore:
0:1 Kristina Hillmann (1.)
0:2 Janne Müller-Wieland (23.)
-------------------------
0:3 Stephanie Wolschon (36.)
0:4 Marie Mävers (37.)
1:4 Britta Billmann (44.)
1:5 Kristina Hillmann (54.)
2:5 Britta Billmann (60.)

Strafecken:
BHC 4 (kein Tor) / UHC 1 (0)

Siebenmeter:
BHC 1 (kein Tor) / UHC 0 (0)

Gelbe Karte:
Katharina Otte (BHC), 32., Stockfoul

Schiedsrichter:
Michelle Meister / Michael Wagner
64. Damen Feld-Endrunde 2009
13. & 14. Juni 2009 in Düsseldorf