SPIELBERICHT
Alster Befreiungsschlag trotz späten Ausgleichs 
Vizemeister Club an der Alster gelang gegen Rot-Weiss Köln in einer hoch dramatischen Partie der ersehnte Befreiungsschlag. Mit einem 4:3 nach Penaltyschießen fuhr das Team von Trainer Jens George die ersten Punkte ein und gab die Rote Laterne an die HG Nürnberg ab. Doch obwohl der Club an der Alster zwei mal in Führung lag und teilweise zwei Spielerinnen mehr auf dem Platz hatte, da sich Köln mit Gelben Karten selbst schwächte, fiel die Entscheidung erst nach der regulären Spielzeit. „Es ist natürlich ärgerlich zweimal so spät den Ausgleich zu kassieren, doch jetzt sind wir erst einmal froh, zwei Punkte geholt zu haben. Nach der schlechten Vorbereitung und den vielen Abgängen tut das unserem Nervenkostüm ganz gut“, so Trainer Jens George.

Die Verunsicherung auf Seiten der Hamburgerinnen war zu Beginn spürbar. Der CadA stand tief in der eigenen Hälfte und versuchte aus einer geordneten Defensive Bälle abzufangen, um mit schnellen Angriffen zum Erfolg zu kommen. Köln stand zu weit weg von den Gegenspielerinnen und ließ Alster gewähren. Nachdem der Vizemeister einen Angriff im Mittelfeld abfangen konnte, schnappte sich Anneke Böhmert den Ball und versenkte ihn in der zehnten Minute zur 1:0-Führung.
Den Rot-Weissen fehlte es im Folgenden etwas an Kreativität. Daher bissen sie sich an der Defensive der Gäste die Zähne aus. Erst in der 34. Minute warf sich Nicoletta Abel in eine Flanke und erzielte kurz vor der Pause den Ausgleich. Wer jetzt dachte, der Club an der Alster würde diesen Nackenschlag nicht wegstecken können, wurde eines besseren belehrt. In einer hitzigen zweiten Hälfte, in der mit Pia Grambusch, Marion Rodewald und Lena Arnold gleich drei Kölnerinnen Zeitstrafen absitzen mussten, behielt Alster den Überblick und ging durch Ulrike Patschkowski in Führung. Doch wie schon in Hälfte eins konnten sie diesen Vorteil nicht über die Zeit retten und Köln erzielte in Unterzahl durch Pia Eidmann doch noch den Ausgleich.
Auch im abschließenden Penaltyschießen ging es hoch her. Kölns Torhüterin Nadine Stelter konnte den Versuch von Patschkowski zwar entschärfen, doch die Schiedsrichter entschieden auf Straftor, da wohl die Runde Seite im Spiel war. Den aufgebrachten Kölnerinnen fehlte dann vielleicht ein Schuss Konzentration und somit gewann der Club an der Alster mit 4:3.

RWK-Betreuerin Susanne Münchrath war trotz Allem zufrieden mit ihrer Mannschaft, denn „das war kämpferisch eine hervorragende Leistung. Wie wir in Unterzahl doch noch den Ausgleich erzielten, war schon stark. Darauf können wir aufbauen.“
Rot-Weiss Köln - Club an der Alster 3:4 nP (2:2, 1:1)
Tore:
 
0:1 Anneke Böhmert (10.)
1:1 Nicoletta Abel (34.)
 
 
1:2 Ulrike Patschkowski (62.)
2:2 Pia Eidmann (67.)
 
Penalty-Schießen:
 
Ulrike Patschkowski (Straftor, 2:3)
Marion Rodewald (getroffen, 3:3)
 
 
Silja Lorenzen (getroffen, 3:4)
Franzisca Hauke (verschießt)
 
 
Judith Hoffmann (verschießt)
Christina Schütze (verschießt)
 
Ecken:
3 (0 Tore) / 3 (0 Tore)
Zuschauer:
150
Gelbe Karten:
Pia Grambusch, RWK (43., Stockfoul)
Marion Rodewald, RWK (47., Stockfoul)
Lena Arnold, RWK (57., Meckern)
Schiedsrichter:
Köppen / Rissel

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